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Archiv: Beiträge u. Berichte über April
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Wochen Ticker Nr. 17

Beitrag Nr.: 20.04.2018      

Autor:       sappam Team, erstellt  am:   20. April 2018 - Mitteleuropäische Zeit - 08:19:44




Über die bemerkenswerte Qualitiät die Super 8 vorlegte und einhielt.


Es ist durchaus nicht immer so, dass ein neu eingeführtes Produkt höchste Qualitätsmerkmale über Jahre hinweg einhält. Sicher ist aber eines, das Super 8 Amateurfilmformat erreichte es. Nur in ganz wenigen Fällen bereitete es Entscheuchung den Benutzern.


Es fing an im Oktober des Jahres 1964, als Kodak (USA) erstmals ein geschlossenes System vorstellte, welches sich als ein, für den Amateur des privaten Films, ideales Produkt erweisen sollte. Der schon damals als Weltführer geltende Filmhersteller entschloss sich dem Hobbyfilmer ein Versiegeltes, als Kästchen ausgelegtes (7,10 x 7,50 x 2,42 cm) Kunststoffgehäuse an die Hand zu geben. Der Inhalt, ein 8 mm breiter Farbfilm mit einer einseitigen Perforation versehen, wurde mit 15 m langen Streifen, unzugänglich für den Nutzer konfektioniert.


Das Angebot war also kein Magazin, beidem der Film eingelegt werden konnte, nein, es war das Angebot einer Kassette, engl. Cartridge. Dieses Kunststoffgehäuse bot lediglich einen kleinen Spalt an, aus dem der Film nach außen trat, um im Inneren der Filmkamera auf die Filmbühne zu treffen. Genauer gesagt: Die Filmkamera selbst musste nun wie ein Magazin ausgelegt werden, nur dass dieses fest montiert ist. Folglich benötigte das neue Filmformat, als Super 8 herausgebracht auch neue Ausführungen der Kameras.


Doppel 8 Filmapparate wurden somit über Nacht obsolet, wollte man die vergrößerte Bildfläche der Filmstreifen nutzen. Kodak selbst stellte zugleich auch die entsprechende Filmkamera bereit um zu demonstrieren, dass nunmehr der Filmwechsel, das überzeugendste Motiv des Wandels, ein Kinderspiel ist. Denn tatsächlich wurde der Super 8 Filmwechsel derartig vereinfacht, dass selbst die ungeschicktesten Hände nichts falsch machen konnten, eine Super 8 Filmkamera zu bestücken, um dann für ca. 4 Minuten Szenen zu drehen.


Ungeachtet dessen, wurde neben der veränderten Filmgeschwindigkeit von 16 B/s auf 18 B/s (fps) angehoben und die Filmbühne um einiges vergrößert, sodass ein flimmerfreies und helleres Bild die Leinwand mit einem Super 8 Projektor erreichte.


Kodak als Inhaber verschiedener Patente der Super 8 Kassette und wesentlicher Merkmale der Filmaufnahme im eigentlichen Kameragehäuse, vergab Fertigungslizenzen nicht nur in den USA, nein, auch an asiatische, vorwiegend aus Japan und europäische Firmen. Wobei peinlichst darauf geachtet wurde, dass mehrheitlich das Filmmaterial weiterhin von Kodak geliefert wurde. So wurden nur wenige Filmhersteller berechtigt Super 8 Kassetten mit eigenem Film-Material zu konfektionieren, z. B. Agfa, Ferrania um nur die bekanntesten zu nennen.


Nachdem aus Japan die ersten Super 8 Filmkameras auf dem Weltmarkt angeboten wurden, zeigte sich sehr schnell der Erfolg, zumal tatsächlich der erreichte Qualitätsspruch der gedrehten Filme sichtbar wurde und die Handhabung einer Filmkameras derartig erleichtert, dass jede Kritik sich schnell erübrigte. Selbst die Filmentwicklung, die im herstellereigenen Labor im Kaufpreis eingeschlossen war, überzeugte die Nutzer.


Nichts war einfacher als den Versand von Filmen in, je Film mitgelieferten Postbeuteln auf den Weg zu bringen und einige Tage zu warten, bis die entwickelten Filme, jeder auf einer 3-Zoll-Filmspule, projektionsfertig zurückkamen.


Schon um 1970 konnte man von einem Boom sprechen, zumal auch das Angebot von Filmkameras für das Super 8 Format und die passenden Projektormodelle in einer fast unübersichtlichen Vielzahl angeboten wurden. Kodak und Agfa konnten in Europa jährlich Rekorde im Absatz von Filmen feiern. In Asien waren die Rollen etwas vertauscht, da der Filmhersteller Fuji ein eigenes Kassettensystem für 8 mm breite Schmalfilme herausbrachte. Auch hierfür benötigte der Amateurfilmer eine neue Filmkamera, die die Fuji-Single 8 Kassetten aufnehmen konnten.


Das Doppel 8 Filmformat wurde letztlich vollkommen verdrängt, sodass selbst die bekanntesten Vertreter von Herstellern - z. B. Bolex die mit diesem Format Weltruhm erreichte und die Fertigung von Doppel 8 Filmkameras mit Ausnahme der Bolex H 8 Serie letztlich aufgaben.


Dass das Super 8 Format so erfolgreich war, ist nicht nur Kodak zu verdanken, weil tatsächlich ein ausgezeichnetes Film-Material geliefert wurde, nein, auch den Herstellern von Filmkameras für den Amateur, denn diese haben eine ausgefeilte Technik und robuste Filmkameras hergestellt. Es gab kaum nennenswerte Konstruktions- oder Montagefehler. Die Qualität war durchgehen als sehr gut zu bezeichnen. Wollte man Kritik üben, so waren es meist die äußeren Umstände, die den Apparaten durch fehlerhafte Nutzung zusetzten. Beispielsweise: tiefe Kälte oder der berühmte Sturz aus über einem Meter Höhe. Auch Sand und Staub konnte so mancher Super 8 Kamera eine frühzeitige Unbrauchbarkeit beibringen.


Einmal davon abgesehen, dass der Sturz ins Wasser, ob am heimischen Planschbecken oder ins Salzwasser, während des Urlaubs, waren meist Garanten eines Totalverlustes. Was gleichermaßen auch für die Filmkassette zutraf.


Von den abermillionen Filmmeter, die von Hobbyfilmern belichtet wurden, waren die wenigsten schadhaft durch Produtktions- oder Entwicklungsfehler. Sicher, es gab Fälle, bei denen der Empfänger des Films unschönes Material zurückbekam. Über- oder unterbelichtete Streifen waren es meistens. Doch oft stellte sich heraus, dass es am Belichtungsmesser lag, der entweder unbedacht ausgeschalte war oder die Kamerabatterien waren zu schwach um den Mindestanforderungen des Films zu entsprechen.


Grundsätzlich kann aber gesagt werden, dass die gedrehten Filme im Super 8 Format überzeugten. Auch wurde es bei den Vorführungen nie bemängelt, dass offensichtliche Qualitätmängel das Vorführerlebnis minderten. Selbst bei einfachen Projektoren kam es kaum zu sichtbaren Störungen, es sei denn man betrachtet die kurze Lebensdauer des Leuchtmittels als ein gravierendes Manko.


Selbst die 1974 eingeführte Tontechnik mit Filmen, schon vom Hersteller versehenen Magnetstreifen, brachte, abgesehen vom erhöhten Einkaufspreis, keine zusätzlichen Schwierigkeiten ins Format. Allerdings wurden die Projektoren mit Toneinrichtung zu teuer für so manchen Film-Freund und die eingesetzte Technik wurde, was die Bedienung betraf, um einiges für den Amateur des Tonfilms anspruchsvoller.


Summa summarum kann behauptet werden, dass das Super 8 Filmformat im Zeitraum seiner Nutzung, zwischen 1965 und 1990 zu den erfolgreichsten Systemen gehören dürfte, die bisher die Technik hervorbrachte. Schon allein deshab, weil der gesamte Vorgang der Belichtung eines Films kein leichtes Unterfangen ist. Chemie und Technik haben in bewundernswerte Weise zusammengearbeitet, dank dem Erfindergeist vieler Ingenieure und Techniker.




Dieser Beitrag als Wochen Ticker unterliegt dem Copyright © vom sappam.



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Wochen Ticker Nr. 16

Beitrag Nr.: 13.04.2018      

Autor:       sappam Team, erstellt  am:   13. April 2018 - Mitteleuropäische Zeit - 09:18:43




Eine kleine Historie zur sappam Web-Seite und ihr Inhalt.


Es sind nun schon 9 Jahre die die Schmalfilm-Apparat-Museum Seiten unter dem Akronym sappam im Internet präsent. Am Anfang war der Auftritt nicht so umfangreich, was den Inhalt betrifft. Doch schon in den ersten Tagen wurde die Seiten mit der Überschrift 'Virtuelles Schmalfilm-Apparate-Museum' gekennzeichnet, da nur Beschreibungen der einzelnen Apparate, garniert mit einem Bild vorgestellt wurden.


Auch die Anzahl der vorgestellten Apparate lag damals noch weit unter 200 Objekten. Erst mit der Festlegung verschiedener Eigenschaften, angefangen von einer Typennummerierung bis hin zu Aufteilung in Gruppen, konnte erreicht werden, dass mit einem Softwareprogramm mit angelehnter Datenbank, die Sortierung und Suche sichergestellt werden konnte, würde ein Besucher nach einem bestimmten Objekt Ausschau halten.


Eine dringende Notwendigkeit für die internen Verwaltungsarbeiten konnte somit erledigt werden. In den ersten Jahren stellten wir, die in privat Initiative zusammengetragenen Objekte in Köthen, an der Friedrichstr. aus. Die Räumlichkeiten, die uns zur Verfügung standen gaben, mit ca. 200 qm ein ausgezeichnetes Umfeld her.


Es waren die Zeiten (2009-2011) des noch aktiven Umbruchs als Folge der Wiedervereinigung Deutschlands. Mehr noch, die ersten Probleme der Bankenkrise von 2008 machten sich zunehmend bemerkbar, sodass dass das Interesse an alter Amateurkinematografie gegen null ging. Außerdem kam hinzu, dass die Smartphone-Technik im Begriff war, sich durchzusetzen und die Videotechnik, mit digitalen Geräten interessanter für den Hobbyfilmer erschien.


Die Web-Präsentation des sappams konnte durch ein erweitertes Angebot und guter Positionierung in allen Suchmaschinen des Internets durchaus Besucherzahlen erreichen, die uns ermutigten Überlegungen anzustellen, den Schwerpunkt der Sammlung, mit all ihren Möglichkeiten, im Internet zu veröffentlichen. Es sollte weit über dem Gedanken eines simplen Kataloges hinausgehen.


Mit der Einstellung des Ausstellungsbetriebes bot sich an, den Arbeitsaufwand auf das programmieren der Internetseiten zu verlegen, die wir in eigener Regie vornehmen.


Unter dem Gesichtspunkt, auch älteren Personen, die nicht unbedingt einen der neusten Computer besitzen, pflegen wir seither die Web-Seiten so ein, dass auch die Browser von MS in den Versionen 5 und 6 das sappam-Projekt aufrufen können. Dass sich letztlich diese Situation stark verändert, liegt daran, dass es immer weniger erfahrenen Amateurkinematografien gibt, die noch Interesse am 8 mm breiten Filmstreifen haben bzw. mit im arbeiteten.


Museen sind aber letztlich dazu da, Vergangenes zu erhalten und zu bewahren. Betrachten wir aber die diesbezüglichen Möglichkeiten, so sind es meistens kommunale Museen, eingerichtet als stattliche Sammlungen, wenn es um das Thema Fotografie und Film geht. Zudem fällt auf, dass diese Einrichtungen meist in größeren Städten sind, und kommunal gefördert werden. Seltener sind es private Einrichtungen, die Betrieben werden. Gelegentlich engagieren sich auch gemeinnützigen Vereinen mit Ausstellungen als Schirmherren.


Seltener finden man allerdings umfangreiche Präsentationen im Internet, die sich ausschließlich dem Thema Amateurfilm-Technik widmen. Hier, so hat es sich gezeigt, stellt das sappam schon fast eine Ausnahme dar, wenn es die Sammlung Stück für Stück, sichtbar macht und mit einer umfangreichen Bebilderung jedes Objekt vorstellt.


Neben der Möglichkeit eine vollständige Auflistung aller bereits zusammengekommenen Objekte der Sammlung, mittels der internen Suchfunktion und dem zugedachten Joker 'sappam' abzurufen, sind auch einzelne Objekte nach Marke, Modell oder kennzeichnende Ziffernfolge schnell auffindbar. Über die Navigation, als übliches Mittel zur Orientierung auf einer Web-Seite erreicht der Besucher die Vorschlagsliste zum Inhalt. Aufgeteilt in Typen wie 'Super 8 Kameras' und der darin enthaltenen Unterteilung der Hersteller. Allerdings sind hier nur die wichtigsten Hersteller aufgeführt. Andere Hersteller werden unter einem gemeinsamen Link zusammengefasst.


Befindet sich der Besucher im Bereich der Marken, wird ihm eine bebilderte Seite der vorhandenen Objekte angeboten. Wird allerdings auch hier vom Besucher ein ihm schon bekanntes Objekt dieses Herstellers gesucht, so kann nochmals auf jeder Seite, die jeweils mit 10 Apparaten belegt ist, eine Gesamtübersicht aller im Museum vorhanden Modelle dieses Hersteller in Form einer Liste aufgerufen werden. Diese Suchmöglichkeit vereinfacht nochmals ein Auffinden vergleichbarer Modelle.


Bedient man sich dieser zuletzt genannten Möglichkeit, wird durch Anklicken des entsprechenden Modells (in der linken Kolumne) die bebilderte Seite erneut erscheinen. In diesem Fall allerdings beim gesuchten Objekt. Nun bietet das angesprochen Objektfenster einen Link, z. B.'Details', der, wird er angeklickt, zur Objektbeschreibung führt.


Zwar sind die meisten Objekte der Sammlung mit einem Bild hinterlegt, aber auch hier gibt es, wie immer Ausnahmen, die mangels Zeit entstanden sind. Gleiches gilt für so manches Sammelstück, wenn die Detailangaben und eine nähere Beschreibung fehlt. Diese Fälle treten auf sind aber selten.


Seit 2012 werden die aussagekräftigen Objekte in der B i l d e r G a l e r i e, mit einer Bilderstrecke versehen. So sind mittlerweile zum jetzigen Zeitpunkt über 500 Exponaten abrufbar. Bilderstrecken bieten dem Besucher eine Rundumansicht des Objekts. So können Vergleiche angestellt bzw. Modelldetails wahrgenommen werden, die bei einem flüchtigen Blick kaum sichtbar sind. Einige Bilderstrecken machen den Besucher auch auf hervorgehobene Merkmale des Objekts aufmerksam. Jede dieser Bilderstrecken ist mit einer Ablauffunktion verknüpft, die die Bilder automatisch vorbeiziehen lässt, vergleichbar dem einer Vitrinenbesichtigung.


Da Internetpräsentationen dazu neigen, nicht aktualisiert zu sein, was auch gewissermaßen verständlich ist, wurde dem sappam ein 'Hingucker' zugeordnet. Dieser wird wöchentlich ausgegeben und kommt auf der Start-Seite zum Vorschein in Form eines wandernden Bildes. Wird diese angeklickt erreicht man die entsprechende Exponat-Seite des Objekts. Kickt man ein zweites mal den 'Hingucker' an, wird man zur entsprechenden Bilderstrecke geleitet. Neben weiterer Möglichkeiten zu navigieren, erreicht man ebenfalls von hier aus die Exponat-Seite des Objekts mit allen Details.


Im Archiv des Museums sind all die bereits veröffentlichten 'Hingucker' gelistet und können über dem entsprechenden Link in der Navigation auf der Start-Seite aufgerufen werden. Einmal auf der Archiv-Seite des Museums bieten sich alle Links vorherigen Jahrgänge zum 'Hingucker' an, auch jene 'Hingucker' können als Fotografie, im Original mit ca. 2 MB aufgerufen werden. Interessant ist dabei zu wissen, dass alle bisher veröffentlichten Jahreskalender des sappam mit ausgewählten Fotos dieser 'Hingucker' veröffentlich wurden (siehe dazu auch Fan-Artikel des Museums - Link auf der Start-Seite).


Im Rahmen der ständigen Betreuung und Aktualisierungsarbeiten der sappam-Seiten ist bestimmt schon aufgefallen, dass wir seit 2013 einen Informations Service bieten. Angefangen hat es mit dem 'Tages Ticker', der bis Jahresende 2017 mit Kurzbeiträgen täglich veröffentlicht wurde. In Kenntnis, dass die wöchentliche Zusammenfassung des 'Tages Tickers' die meisten Besucher aufsuchten, haben wir ab 2018, mit 52 jährlich geplanten Beiträgen den täglichen Service im Takt verändert, sodass nunmehr unter der Namen 'Wochen Ticker' die aktualisierten Veröffentlichungen erscheinen.


Die sappam-Seiten bieten aber noch andere, für ein Museumsportal unübliche Informations-Seiten. Da gibt es beispielsweise ein 'Glossar', in dem wichtige Begriffe aus der Kinematografie hervorgehoben und erklärt werden. Außerdem kann jeder der Besucher einen fachlich orientierten Beitrag zur Kinematografie einbringen, sofern er sachlich als Reportage, Erfahrungsbericht oder als eine Objekt-Detailangabe abgefasst ist.


Zu Letzterem kann der entsprechende Link aufgerufen werden, der unter dem Button 'Zur Abt. Redaktion' auf der Start-Seite - links unten - erscheint.


Liebhabern des Amateurschmalfilms oder deren Nachfahren stehen in heutiger Zeit nicht selten vor einer kniffligen Entscheidung, wenn einer dieser Film-Apparate aus der Mottenkiste auftaucht: Was machen, mit dem alten Geräten ? Deren Verwendung nicht mehr gegeben ist und ihr Wert nicht selten nur noch ein ideeller Betrag sein kann. Das sappam bietet in solchen Fällen die Annahme dieser gehüteten Apparate an, wenn sie dem sappam als 'Spende' zufließen. Der Verbleib einer sachlichen Pflege und Aufbewahrung kann damit sicherstellt werden.


Alle neu hinzugekommenen Objekte, die sogenannten 'Neuzugänge', wurden bisher und werden auch weiterhin übersichtlich gelistet. Aufgeteilt in Gruppen nach Jahren, bzw. nach monatlichem Eingang sind diese dann aufgeführt. So können die Zugänge aller Apparate von unseren Besuchern nachvollziebar beobachtet werden. Gleiches gilt für die Spenden-Eingänge, die ebefalls auf bebilderten Seiten vorgestellt werden.


Abschließend wünschen wir all unseren Besuchern viel Freude am sappam-Auftritt im Internet und nicht nur dies, auch möge viel Bewunderung über die Vielfalt an Apparaten aufkommen, die uns das Ingenieurwesen im Laufe von 80 Jahren gegeben hat. Kinematografie, die so zu ihrer 1. Blüte kam, wird, so ist zu vermuten, auch weiterhin in der Zukunft die Fantasie der Menschen beflügeln.




Dieser Beitrag als Wochen Ticker unterliegt dem Copyright © vom sappam.



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Wochen Ticker Nr. 15

Beitrag Nr.: 07.04.2018      

Autor:       sappam Team, erstellt  am:   07. April 2018 - Mitteleuropäische Zeit - 18:22:03




Hatte die Amateurfilmkamera mit Toneinrichtung wenig Erfolg ?


Wenn man sich bewusst wird, dass die Technik der Tonaufzeichnung ein eigenes Fach des Könnens ist, darf man sich nicht wundern, wenn Amateurfilmer nur mäßige Qualität bei der Vertonung ihrer Filme erreichten. Diese Aussage gilt natürlich nicht für alle Fälle, auch hier gab es Ausnahmen, Amateurfilme die mit sehr viel Engagement erschaffen wurden.


Betrachte man die Möglichkeiten, die der Markt dem Amateurfilme anbot, um die stummen Schmalfilme zu vertonen, fällt auf, dass schon in frühen Jahren ein Trend dazu bestand, auch 8 mm Breite Filme mit einem Ton zu untermalen.



Mit der Verbreitung der Tonbandgeräte, Anfang der 1950er Jahre, ermöglichte die Industrie auch dem Hobbyfilmer begleitende Musik zum Stummfilm anzubieten. Ja, es gab auch die Möglichkeit Projektoren - die das schwächste Glied der Vertonungskette darstellen - mit einem sogenannten Tonkoppler zu verbinden, um eine einigermaßen gleichbleibende Vorführgeschwindigkeit zu erreiche. Hierbei war das Tonband der Taktgeber für die annähernde Synchronisierung beider Apparate. Projektor und Tonbandgerät.


Bei der Suche nach Lösungen, Ton zum Film, stelle die Breite des Filmstreifens mit seinen 8 mm, die größte Hürde dar. Neben dem Platzbedarf für Bild und Perforation blieb nichts mehr übrig, um einen durchlaufenden Streifen freizuhalten, der der Tonaufzeichnung hätte zugestanden werden müssen.



So stellte sich schnell heraus, dass nur noch ein zweites Gerät Abhilfe schaffen könnte, welches im Magnetband betriebenen Tonbandgerät zu finden war. Mittels eines Tonkopplers, der die Schnittstelle zwischen den Apparaten darstellte, wurde es möglich den Projektor annähernd an die Vorführgeschwindigkeit des Tonbandgerätes anzupassen, wodurch das Bild zum Ton einigermaßen ausgeglichen lief.



Bauer bot mit seinen beiden Kameramodellen, Bauer 88 ES und Bauer DS, erstmals Amateurfilmkameras an, mit denen der Bildertakt registriert werden konnte, um einen Pilotton mit einem geeigneten 2-spurigen Tonbandgerät zu generieren. Mit dem Pilotton, auf dem Magnetband wurde es möglich den Ton vom Band fast bildgenau zu projizieren. So kam man mit dieser Apparatekombination dem lippensynchronen Tonfilm schon etwas näher.


Im politisch geteilten Deutschland, nach 1945, wurde im Westen des Landes diese Kombination mit dem Tonbandgerät von Grundig - Nürnberg -, Modell TK 27 (um 1963) und im Ost-Deutschland mit dem in Zwönitz gebauten R-F-T BG 23 (1961) erreicht. Beide Tonbandgeräte verfügten über zwei Tonkanäle, womit der Taktpegel auf einer der Spuren übertragen wurde, der andere genutzt für die Filmmusik bzw. den Ton. Faktisch waren es schon Stereo-Tonbandgeräte. Das Zweibandvertonungssystem war geboren.


Es ist noch zu bemerken, dass der bekannte Tonbandhersteller Uher aus München, um 1962 das tragbare Tonaufnahmegerät Report 4002 Stereo und etwas später, 1963 das Modell 4004 Report Stereo herausbrachte. Beide Ausführungen wurden sogar unter Journalisten und Reportern des Rundfunks sehr beliebt. Es fand nicht selten auch Platz am Set und in den Hobbyräumen fortgeschrittener Amateurfilmer.


Anstelle eines Tonkopplers trat nun ein 1000-Hz-Pegeltongenerator in den Vordergrund. Wir schreiben bereits das Jahr 1970, der Beginn eines Booms der Amateurfilmer, verursacht vom Super 8 Filmforamt. Erfahrene Partyhasen wussten schon mit Tonbandgeräten umzugehen, die auch in den letzten 15 Jahren an Qualität für Ton und in der Bedienung verbessert wurden.


Japanische Hersteller machten außerdem schon den großen Umsatz weltweit mit elektronischen Geräten der Musik und in den Bereichen der Fotografie, einschließlich die Amateurfotografie, womit Filmkameras im Super 8 Format einen Schwerpunkt bildeten. Die Musikkassette (MC) startete ebenfalls in jener Ziet zum Welterfolg, sodass die Verkleinerung der Tonaufnahmegeräte dem Hobbyfilmer sehr entgegen kam. Tragbare Cassetten-Recorder halfen, hier ungemein flexibel zu werden.


Chinon und Cosina aus Japan boten Filmkameras mit entsprechenden Anschlüssen für die synchrone Tonaufnahme mit Cassetten-Recorder an und Philips aus den Niederlanden stellten den Tongenerator (LFD 3442), einschließlich die dazu geeigneten Aufnahmegeräte (N 2209 AV u. N2229 AV) vor. Nun fehlte noch die passenden Projektoren aus Japan, die in Deutschland von Quelle unter dem Namen Revue und Photo Porst, den beiden größten Anbietern von Film- und Fotogeräten im Amateurbereich, importiert wurden.


Dieses Zweibandverfahren verlangte schon so manches Können dem Kameramann ab, denn nicht nur das Bild der Szene war nun zu beachten, nein, auch der Ton sollte ausgewählt sein und tunlichst ohne störende Nebengeräusche eingefangen werden. Oft war hier Akrobatik gefragt. Denn neben Licht und Farbe sollte nun die Szene auch im glasklaren Ton erscheinen. Es blieb aber noch immer die kritische Szene übrig, nämlich die mit Dialogen gefüllte in Großaufnahme. Man nannte diese Szene lippensynchrone Szenen, Bilder, bei denen die Ungenauigkeit des Filmschnitts zum Ton besonders auffiel und äußerst verstörend auf das Publikum einwirken konnte.


Den richtigen bzw. sauberen Ton zu bekommen, war nicht minder schwer, wie es auch eine gut beleuchtete Filmszene ist. Mikrofoneigenschaften mussten gleichermaßen bekannt sein, wie es beispielsweise beim Film die Lichtempfindlichkeit sein muss. Der Könner unter den Hobbyfilmer schaltete gelegentlich die Ton-Automatik aus, sei es die der Filmkamera, sei es die des Casetten-Recorders. Mit gezieltem Einsatz wurde so manche Tonaufnahme besser.


1974, war das Jahr in dem Kodak erstmalig einen in Massenfertigung hergestellten Super 8 Film mit aufgetragener Magnetspur vorstellte. Man war überzeugt, dass im Boom seiend, diese Anwendung schnell zum Durchbruch führen würde. Fasst alle namhaften Hersteller von Amateurfilmkameras, boten fortan die sogenannten Sound Kameras an. Apparate, die mit einer kompletten Tonaufzeichnungselektronik ausgestattet, ähnlich derer die in einem Tonbandgerät bzw. MC-Cassetten-Recorder verbaut waren.


Das die dadurch erhöhten Filmpreise die Kaufkraft erheblich schmälerte, eine neue Filmkamera mit Toneinrichtung, sowie ein passender Projektor zu den Anschaffungen gehörte, wurde verdrämgt und daher das Projekt gewaltig überschätzt. Ungeachtet, dass nun der Kameramann ein Allrounder sein musste um Ton und Bild richtig zu setzten.


Als entscheidendes Hemmnis zum Erfolg stellte sich schnell ein, weil der Filmschnitt sehr stark beeinträchtigt wurde. Denn der Ton fing immer 1 Sekunde vor dem projizierten Bild an, was technisch bedingt war. Wollte man dem System Sound auf Magnetband etwas abringen und positives zusprechen, so waren es tatsächlich die Interview-Szenen mit Großaufnahmen aller beteiligten Personen, einschließlich ihren Aussagen, was überzeugte. Monologe und Dialoge im Großformat kamen im Film ausgezeichnet rüber.


Doch die große Menge an Filmszenen konnten schon aus preislichen Gründen des Film-Materials, mit Stummfilm-Material gedreht und später, nach dem Schnitt, einer Vertonung zugeführt werden. Das Phänomen, welches trotz geringer Akzeptanz eintrat, war bemerkenswert. Obwohl die Lösung auch nicht optimal war, fertigten alle bekannten Hersteller Sound-Kameras für den Amateur. Die japanischen Hersteller boten die größte Vielfalt an Modellen und hielten am längsten mit der Fertigung durch.


Mit dem Versuch auch längere Filme als die üblichen 15 m im Super 8 Format anzubieten, wurden Film-Magazine mit 30 m Film geschaffen. Die dazu passenden Filmkameras, ausschließlich im Hochpreissegment zu finden, wie beispielsweise bei Chinon (Modell DirektSound 200/18 XL). Selbst Nizo mit den Modellen 6056 u. 6080 konnten nicht widerstehen, dem Trend zu folgen, denn auch hier in Deutschland glaubte, man den professionellen Bereich erobern zu können. Die Videotechnik war zu jener Zeit noch nicht ausgereift.


Man kann zu dem Schluss kommen: Amateure wurden erst mit der Einführung der Videotechnik (um 1980) mit O-Ton beglückt. Der Amateurfilmer hat immer seine Schwierigkeiten mit begleitendem Ton. Die beste Unterhaltung war dann doch der persönliche Vortrag vom Hausherren, begleitet vom durchdringenden Geratzter eines Projektors. Wenn dann der Film noch mit gedämpfter Musik im Hintergrund begleitet wurde, kam manchmal auch die Stimmung des großen Kinos auf. Es war aber, ob Stumm- oder Tonfilm, immer ein Vergnügen.






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Wochen Ticker Nr. 14

Beitrag Nr.: 01.04.2018      

Autor:       sappam Team, erstellt  am:   30. März 2018 - Mitteleuropäische Zeit - 16:21:43




Die Welt der Bilder, stets ein Produkt einer Kamera.


Heute wird die Menschheit mit einer Flut von Bildern bedient und es ist kaum absehbar, dass eine Begrenzung in absehbarer Zeit zu erwarten ist. Die Menschheit ist dabei sich eine Welt in Teilstücken zu schaffen und es wird nicht mehr lange dauern, dann werden wir die Natur nur noch als ein künstliches Produkt wahrnehmen; entstanden mittels Kameras.


Es mag ein Fluch sein oder nicht. Die Anzahl der nutzbaren und aktiven Kameras ist mittlerweile auf eine Menge angewachsen, die nicht mehr überschaubar ist. Noch vor 50 Jahren galt es als etwas Besonderes, eine Kamera sein eigen zu nennen, zu bedienen und die mit ihr gemachten Bilder bewundern zu können. Zuerst waren da die Fotos, Bilder auf Papier, eindrucksvoll und künstlerisch gestaltet in Schwarz/Weiß oder Farbe.


Stundenlange Filme im großen Kino, aufgenommen mit Filmkameras der Spitzenklasse, auf 35 mm oder 70 mm breiten Streifen und äußerst präziser Objektiven, begeisterten ein Publikum in Lichtspielhäusern, ähnlich wie ein Theater gebaut. Stundenlange Diavorträge im Familienkreis ließen uns, den Onkel, den Vater oder den Nachbar bewundern, wenn gestochen scharfe Bilder im 3 bis 6-Sekundentakt auf einer Leinwand erschienen. Mehr noch, wenn die Vorstellung mit Musik oder dem gesprochenen Wort des Autors den Raum füllte.


Die Filmamateure verbanden sich in Vereinen und trachteten dem professionellen Kino aus Hollywood, mit allen Mitteln das Wasser zu reichen. Zwar meist vergebens doch diese Streifen auf Zelluloid, spiegelten die Gesellschaft besser wider, wie sie lebte und handelte.


Der klassische FilmstreifenFilmstreifen, hergestellt auf chemischer Basis, gilt mittlerweile als abgelöst, zumindest bei den meisten Amateurkameramännern. Man bezeichnete diese Streifen schlicht als Film, der in letzter Stunde seiner Daseinsberechtigung noch das Prädikat analog erhielt. Auch die elektronisch aufgenommenen Bilder der ersten Stunde, als Video-Film bezeichnet, erhielten ebenso diesen begrifflichen Zusatz. Denn auch hier wurde mit einem mehrere Meter langen Magnettonband, als Filmstreifenersatz gearbeitet.



Mit dem Einzug der digitalen Fotografie, bei der die einzelnen Bildpunkte durch einen binären Codec generiert werden, steigerte sich nicht nur die aufgenommene Bilderzahl, nein, auch die Herstellung von Aufnahme und Wiedergabegeräten wuchs, schon fast ins unermessliche. Das Gute daran war auch die ständige Verbesserung der Bildqualität.


Ausgehend von der ersten Kamera - der Camera obscura - bis hin zu den heute modernen Aufnahmegeräten, entwickelten sich derartig viele Varianten und Modelle, dass eine Übersicht kaum mehr möglich scheint. Zumal neben den beruflich bedingten Anwendungen auch die Automatisierung vieler Bereiche seien es zivile, private oder militärische, sowie in wissenschaftlichen und technischen Bereichen, ohne Bilder kaum mehr auszukommen ist.


So kennen wir heute Werkzeuge und Geräte, die mit Bildaufzeichnungsapparaten bestückt sind und uns Bilder unterschiedlicher Gegebenheiten liefern. Die da sind: Hochgeschwindigkeitskameras, klassische Filmkameras, Wärmebildkameras, Infrarotbildkameras, Endoskopkameras, Mikroskopiekameras, Astronomiekameras, Camcorder, Smartphonekameras, Drohnenkameras, Überwachungskameras, Türspionkameras, Domkameras, Webcam, Actioncam, Dashcam. Alles dies sind Begriffe, die mit der Aufnahmetechnik von heute zu tun haben und ständig Bilder liefern können.


Dass es sprunghaft, zu dieser Vielfalt von Kameras kam, liegt an der digitalen Technik, die es ermöglich selbst in kleinsten Geräten verbaut zu werden. Da ist beispielsweise, der berühmte Kugelschreibern mit Kamera, als ein typischer Vertreter miniaturvisierter Technik.


Auch die heutigen Speichermedien, die kaum mehr, aufgrund ihrer Größe in den Fingern zu halten sind, haben Dimensionen angenommen, die umgekehrt proportional zum eingenommenen Volumen, die Anzahl an immer mehr Gigabytes angenommen haben.


Der Begriff 'Kamera', wird eigentlich bei diesen Geräten seiner Bezeichnung nicht mehr gerecht. Dies gilt nicht minder für den Begriff 'Film', der weit und breit nicht mehr als ein langer Streifen zu sehen ist. Die beiden, das Speichermedium SD-Flash, ein Chip und der Bildwandler, dieser ebenfalls ein elektronischer Chip, ermöglichen heutzutage diese Verkleinerungen und somit dem Bau einer Kamera in Knopfgröße. All das, was heute noch das Gehäuse einer digitalen Kamera ausmacht, ist weniger der räumlichen Notwendigkeiten im Inneren geschuldet, vielmehr der Notwendigkeit zur Handhabung. Denn, wenn wir die Geräte nicht mehr greifen können, wie sollen wir sie dienen.


Auch dafür wird es Lösungen geben, die Filmfreunde sind schon immer guter Hoffnung gewesen.




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