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Archiv: Beiträge u. Berichte über Dezember
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Wochenticker Nr. 53

Beitrag Nr.: 27.12.2019      

Autor:       UN - Veröffentlicht  am:   27. Dezember 2019 - Mitteleuropäische Zeit - 12:23:18




Editorial  



Liebe Schmalfilmfreunde und Besucher dieses Auftritts !


So manchem von uns wird das Jahr 2019 schneller vergangen sein als gedacht. Man sagt ja, dass es den älteren Semestern unter uns so erscheint: "Die Zeit fliegt nur so dahin". Ein Gefühl, dass manchmal beruhigt, manchmal aber auch nur nervös macht. Das Gefühl einer Unruhe, kam gelegentlich bei uns im sappam auf, weil ein Ende unsere Sammelleidenschaft bevorstehen könnte.


Wir starteten mit guten Gefühlen das Jahr und Anfang Februar feierten wir unser 10-jähriges Präsenz-Jubiläum im Internet. Wir boten zum Anlass eine DIGI-Aktion an, an der 10 Teilnehmer einen Normal 8/Super 8-Film von uns hätten kostenlos digitalisieren lassen können. Die Reaktionen waren anfänglich ein wenig zäh, doch letztlich konnten wir 8 Teilnehmer verbuchen, die uns Filmspulen mit 120 m Amateurfilm zusandten, welche im "Bild für Bild Scannverfahren" digitalisiert wurden.


Als Museumsbetreiber ohne derzeitige Ausstellungsräume und nur als virtuelles Museum im Internet präsent, fühlten wir uns verpflichtet einen kleinen Beitrag denjenigen gegenüber zu Leisten, die schon früh mit dem Amateurfilm begonnen haben oder den Boom der 1970er-Jahre mit erlebten.


Die diesjährigen Spendeneingänge gingen merklich zurück, was uns wirklich beunruhigte. Doch es kann nur damit zu tun haben, dass die meisten Filmkameras oder Projektoren, die bis heute im privaten Besitz verblieben sind, schon auf unserer Web-Seite gelistet wurden. Wodurch evtl. der Eindruck, für die willigen Spender, entstehen könnte: "Mein Apparat wird nicht mehr gesucht".


Sicherlich ist eines richtig: Mit den circa 1670 Objekten die zum Jahresende auf unserer Seite aufgerufen werden können, wurden die meisten Modelle in Deutschland früher einmal gehandelt und fanden daher ihren Besitzer hier im Land. Nur wenige unserer Exemplare kamen direkt aus dem Ausland, wie Frankreich, Österreich oder der Schweiz.


Diese Erkenntnis lässt uns auch kaum ruhen, denn in Frankreich sowie in den USA wurden doch sehr viele Filmkameraausführungen hergestellt, die es in Deutschland nie zu kaufen gab. Andererseits bot das riesige Land USA noch vor der Einführung des Super 8 Filmformats, der etablierten Filmkamera-Industrie (Bell & Howell, etc.) große Chancen, erfolgreich den Amateurfilm zu propagieren, was entsprechend viele Kameramodelle hervor-brachte.


Es sind dies, die Modelle, die es hierzulande kaum gab bzw. gibt und somit auch für europäische Sammler schwer zu bekommen sind. Als Museum, stehen wir daher vor der Aufgabe diesbezüglich noch einiges zu tun. Denn Apparate aus japanischer Produktion wurden nicht nur in Europa vertrieben, nein, auf der ganzen Welt.


Was in unserem Bestand, im Jahr 2019, an Eingängen zugenommen hat, waren die Projektoren. Hier ist bemerkenswert, der Zugang der beiden Stummfilmprojektoren mit Magnettonbandeinrichtung. Die Agfa Sonector 8 Phon Kombination und der Zeiss Ikon P 8 B mit separaten Moviephon, ein passendes Tonbandgerät. Lösungen, die noch nicht mit einem Tonkoppler arbeiteten.


Für die Tonfilmprojektor-Lösung, seinen es die Stummfilm-Projektoren mit getrenntem Koppler oder jene mit eingebautem Kopplermechanik, bedurfte es zumindest eines Tonbandgerätes, wie es das Grundig TK 27 in der 2 Kanalausführung (Stereo) ist, welches wir noch im Dezember dieses Jahres fanden.


Absolutes Highlitgh in diesem Jahr war allerdings der Eingang einer Bolex P 3 Zoom Reflex, ein Normal 8 Modell, erstmals mit motorangetriebenen Vario-Objektiv von diesem rennomierten Hersteller aus der Schweiz. Als Bild des Monats Juni, fand dieser Apparat in unserem Jahreskalender 2020, eine gelungene Abbildung. Wer das ausgewählte Bild des Jahres noch einmal sehen möchte, kann den sappam-Hingucker vom November, mit der ID 45, in ganzer Größe abrufen.


Nüchtern betrachtet hinterlässt 2019 einen mäßigen Erfolg, was auch sicherlich damit zusammenhängt, dass die Allgemeinheit immer weniger den heimischen PC, für den die sappam-Seiten programmtechnisch ausgelegt wurden, nutzen. Der Einsatz von Notebooks, Tablets und Smartphone mit ihren kleineren Bildschirmen, hat mittlerweile derartig zugenommen, ein Grund dafür, dass wir intensiv nachdenken müssen, wann und wie wir hier, für diese Geräte angepasste sappam-Seiten vorlegen, um nicht übersehen zu werden.


Noch immer nutzen wir auf unserer Web-Seite keine Cookies oder fremden Dienste die Abhängigkeiten schaffen könnten. Auch die verschiedenen Seiten, die es erlauben Rezensionen oder Einträge technischer Daten zu hinterlassen, wurde mit einem Zugangs-Passwort versehen, damit Automaten nicht ständig Missbauch ausüben, die nur unnötige Mitteilungen versenden.


In 2019 kamen 105 Objekte hinzu, was im Durchschnitt für uns, wöchentlich 2 Exponate bedeutete. Ein gutes Ergebnis kann man meinen, zumal auch die Möglichkeiten der Beschaffung fehlender Objekte immer schwieriger wird.


Ausgefallenes Zubehör könnte ein Schwerpunkt in der Sammelaktivität für 2020 werden. Hier ist noch einiges bei den Schneidetischen und Bildbetrachter (Editoren) nachzuholen. Was uns aber besonders am Herzen liegen wird, ist das Einsammeln von Zubehör, welches für die nachträgliche Vertonung der Stummfilme eingesetzt wurde. Dies sind die elektronischen Tonbandgeräte, Musikkassetten-Rekorder und all die dazu erforderlichen Kabel sowie andere Verbindungselemente.


Was die Bilderstrecken betrifft, die wir mittlerweil, mit über 650 an der Zahl auf dieser Web-Seite eingestellt haben, so wurde der Wunsch vorgetragen, auch Aufnahme in Originalgröße ins Netz zu stellen. Dem konnten wir bisher nicht nachkommen, mehr noch, die Datenmenge, die diese Bilder dann abverlangen, möchten wir nicht auf unserem Server führen. Die Möglichkeit, gewünschte Bilder in Originalgröße zu erhalten, besteht sicher, wenn uns auf Anfrage hin eine diesbezügliche Auswahl vorliegt.


Allen Beteiligten, die sich mit Rezensionen und Beiträgen bei uns gemeldet haben, danken wir für ihr Engagement, insbesondere denen, deren Anmerkungen technischer Art, nicht selten uns zu Korrekturen auf den Datenblättern veranlassten.


Den Spendern sichern wir auf diesem Wege nochmals zu, dass ihre uns überlassenen Schätze gut verwahrt bleiben und jederzeit bei uns eingesehen werden können. Gegebenenfalls auch als Dokument in Form eines kurzen Video-Films.


In diesem Sinne wünschen wir allen, die uns besucht haben, ein erfolgreiches Jahr 2020.


Ihr Ulrich Naumann





Dieser Beitrag als Wochen Ticker unterliegt dem Copyright © vom sappam.



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Wochenticker Nr. 52

Beitrag Nr.: 20.12.2019      

Autor:       UN - Veröffentlicht  am:   20. Dezember 2019 - Mitteleuropäische Zeit - 09:31:11




Was erreicht der Besucher, wenn er unsere Suchfunktionen nutzt?


Schon mit dem Start der sappam-Seiten im Jahr 2009, wurde eine Suchfunktion eingerichtet. Wir hielten es für wichtig, denn schon damals wussten wir, dass die Anzahl an Exponaten steigen wird, mehr noch, wir wussten, dass allein die Abt. Schmalfilmkameras eines Tages mit mehr als 3000 Exponaten zu rechen hat.


Bei dieser Menge, ließe sich ohne Suchfunktion auf den sappam-Seiten, kaum ein bestimmtes Modell wiederfinden. Ein Bild allein, vom Objekt auf einer unendlich langen Liste würde nicht ausreichen, genauso wenig es eine einfache Unterteilung nach Apparate-Gruppen, wie beispielsweise Super 8 Kameras oder Normal 8 Projektoren es möglich machen kann.


Die Funktionen des Wischens, wie sie an heutigen Smartphones eingesetzt wird, gab es damals noch nicht, ganz abgesehen davon, dass die Technik die von der Art des Bildschirms abhängt, dem Suchenden auch nicht viel weiter helfen würde.


Unter diesen Gegebenheiten, dass großen Suchmaschinen (Yahoo, Google, etc.) die einzelnen Objekte bei einem gezielten Suchauftrag durch den Eintrag einer Modellbezeichnung, die sappam-Seite anzeigen, musste von uns programmtechnisch von vornherein berücksichtigt werden. Es sollten daher die sappam-Seite nicht nur das Ergebnis bevorzugt angezeigt werden, nein auch den Bekanntheitsgrad des Museums erhöhen.


Da Suchmaschinen stets ein umfangreiches Angebot zum Suchauftrag bieten, wurde bei der Programmierung der sappam-Seiten darauf geachtet, dass unter der Rubrik Schmalfilm Museum, Museum Köthen, sappam, oder Schmalfilmkameras, diese Stichworte einen gewissen Vorrang erhalten. Dennoch hat sich immer wieder gezeigt, dass einmal auf der sappam-Seite, das Auffinden eines Modells, nicht einfach ist.


Will man schnell zum Erfolg kommen, unter den mehr als 1660 Objekten, wird es unabdingbar, sich einer guten Museumsseiten-Suchfunktion bedienen zu können. Daher bieten wir auf fast allen aufrufbaren sappam-Seiten mehrere Startmöglichkeiten an, von denen 3 die wichtigsten sind: eine Suchfunktion der im Museum vorhanden Objekte (hellgrüner Button), eine Suchfunktion der vom Museum gesuchten Objekte (hellroter Button) und die Suchfunktion aller gelisteten Objekte (blauer Button).


In dem jeweilig darüber liegenden Feld wird der Suchbegriff eingegeben und mit dem Klick auf den Button der Suchbefehl ausgelöst.


Welches Stichwort, Marke oder Modell sollte eingegeben werden ? Diese Frage sollte im Vorfeld geklärt sein. Bei den Apparaten ist es empfehlenswert, zumindest die Marke des Herstellers einzugeben. Dadurch werden selektiert, alle Objekte aber ohne Bild in einer Liste angezeigt, Objekte die folglich mit dieser Marke in Verbindung gebracht werden können.


Bei einer Modelleingabe gilt Ähnliches, nur hier werden die Apparate mit der genaueren Bezeichnung in dieser Liste aufgeführt. Der Vorteil: alle Objekte die diese Bezeichnung tragen sind nun dabei. Nun gilt es, den richtigen Link des gesuchten Exponats zu aktivieren. Nachteilig erweißt sich die Eingabe eines einzelnen Buchstabens oder einer Ziffer. Denn so wird die Suchfunktion alle Objekte auflisten, die diesem Merkmal gehorchen. Z. B. die Ziffer 8, ergäbe ein Ergebnis, das zu viele Einträge auflistet, die womöglich überhaupt nicht in Fragen kommen.


Ideale Suchergebnisse, erreicht man durch die Eingabe eines Buchstabenblocks wie z. B. "Canon" oder "ZR", was für eine ganze Gruppe einer Marke oder Serie stehen könnte. Ähnliches gilt für Ziffernfolgen, die einem bestimmten Modell zugeordnet sind. Die bei dieser Suchmethode zutreffenden Ergebnisse, lässt eine Liste ohne Bilder erscheinen, in der die genaue Angabe vom Objekt lesbar wird. Klickt man nun auf den bevorzugten Link führt dieser den Besucher direkt zum Datenblatt.


Die meisten Modellbezeichnungen haben neben der Marke des Herstellers Buchstaben gefolgt von Ziffern. Gibt man in solchen Fällen, die genauere Modellbezeichnung ein, so sollte jeweils ein leeres Feld gesetzt zwischen den Merkmalen der Marke, der Serie und der Modellnummerierung gesetzt werden. Dies deshalb, da der Suchalgorithmus nur den kompletten Suchauftrag eingeht. Soll heißen: Je weniger eingegeben wird umso leichter erreicht man das Ziel.


Das Museum hat in den letzten 10 Jahren auch eine umfangreiche Sammlung früher einmal veröffentlichter Ticker-Texten und Wochen-Texten zu bieten. Beiträge, die zwar unterschiedlich abgefasst sind, dennoch für so manchen Schmalfilmer als interessante Mitteilungen gelten können. Hierzu wird eine gesonderte Suchfunktion im Archiv des Museums angeboten.


Das sappam-Archiv verwaltet Rezensionen, Drucksachen aller Art. Genauso wie allg. Mitteilungen die früher einmal als Tages-Ticke bzw. Wochen-Ticker veröffentlicht wurden. Diese können nach Jahrgängen bzw. Monate über die Navigationsleiste abgerufen werden. Doch für die Recherche mittels Stichworten steht eine Suchfunktion bereit, die mit dem dunkelgrünen Button auf den Archiv-Seiten. Der gelbe Button ermöglicht Stichworte des Glossars gezielt abzurufen.


Nicht als eine Suchfunktion ausgelegt ist der Balken-Link, der sich als Überschrift der bebilderten Listen-Seite einer Marke zeigt. Klickt man gezielt, hier auf den Balken, werden alle Objekte angezeigt die im Museum vorhanden sind bzw. noch gesucht werden. Diese Funktion erleichtert dem Besucher einen Überblick zu bekommen, über die genaue Anzahl vorhandener Objekte, sowie deren genaue Modellbezeichnung.


Im Schnitt werden die Versuche, ein gewünschtes Objekt zu finden, in wenigen Sekunden positiv beantwortet. Das etwas Fantasie aufgebracht werden muss, wie im Falle eines gesuchten Spiegelkastens, der sicherlich ein außergewöhnliches Objekt bei den Amateurfilmern war, dürfte in der Natur der Sache liegen. Solche Beispiele könnte es öfters geben, wenngleich die Sonderfälle als "nicht gefundener Apparat" angezeigt wird.


Aber auch bei uns im Schmalfilm-Apparate-Museum gilt, was das Sammeln betrifft: Wer sucht der findet !


Zum Schluß, wünschen wir frohe Festtage.



UN     





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Wochenticker Nr. 51

Beitrag Nr.: 13.12.2019      

Autor:       UN - Veröffentlicht  am:   13. Dezember 2019 - Mitteleuropäische Zeit - 08:46:21




Manchmal gibt es Dinge, die einem schnellen Wandel ausgesetzt sind !


Als Museum haben wir uns in den letzten 10 Jahren - wir feierten im Februar 2019 das 10-jährige Internet Präsenz-Jubiläum - stets bemüht, auf dem Gebiet der Amateurschmalfilmapparate einige der alten noch vorhanden Filmkameras, Projektoren und anders Zubehör zu sammeln und auf diesen Web-Seiten zu präsentieren.


Es ist uns ein Anliegen, hier einen Platz der Erinnerungen zu schaffen und zu erhalten, der die Ingenieurleistungen des Apparatebaus - zwischen 1930 und 1985 - für das sehr beliebt gewesenen Hobbys "Filmen", in einer einzigartigen Zusammenfassung, zu würdigen.


Die Vielfalt an Filmkameras und deren Ausführung, die im Zeitraum von 50 Jahren entstanden, ist erstaunlich, mehr noch, diese Vielzahl doch sehr unterschiedlichen Modelle, und seien es nur kleine Details, sprengen in der Regel leicht die Möglichkeiten einer privaten Sammlung.


Gegenwärtig verfügen wir in unserem Magazin über mehr als 1700 Objekte, zählen wir die Dopplungen hinzu. Davon weist unsere Datenbank an die 1200 Filmkamera aus. Weitere 400 Objekte sind Projektoren und Zubehör aus der 8 mm Filmwelt. Was wir nie als ein Sammelobjekt betrachteten, waren die 8 mm Filme aus privater Hand oder solche die einmal kommerzialisiert vertrieben wurden.


In der oben angeführten Aufzählung fehlen aber ca. 100 Exponate, die eigentlich nicht dem klassischen Hobby "Film" genügen. Es sind die Video-Apparate der ersten Stunde, welche bei genauerer Betrachtung, den Übergang zur elektronischen Bildbearbeitung darstellen. Und nicht nur das, auch den Untergang des klassischen Zelluloidfilms letztlich verursachten.


In den frühen 1970er Jahren war der Video-Film noch äußerst selten in der Hobbyszene vertreten, doch schon Anfang der 1980er Jahre bemerkenswert präsent am Markt. Hier nun mit einer Bildqualität, wie man sie vom öffentlichen Fernsehen her kannte. Auch wenn diese Amateur-Videofilmbilder, verglichen mit denen der Super 8 mm Filme, wirklich noch zu wünschen ließen.


Erstaunliches ist in dieser Zeit beim Wandel geschehen. Es war das gesellschaftliche Verhalten, durch dass das projiziert Laufbild auf Leinwand an Attraktion verlor. Das öffentliche Fernsehen, nun etabliert und vorhanden in jedem Haushalt, bot mehr Möglichkeiten als die, die von einem Hobbyfilmer stammen könnten.


Elektronikmärkte boten zum Höhepunkt des Amateurfilm-Booms hin, um 1976, auf einmal ganz andere Apparate an, die noch nicht im Hobbyraum der Filmamateure zu finden waren. Um die Video-Technik im privaten Umfeld einzusetzen, bedurfte es nämlich eines Video-Rekorders und einer Video-Kamera (Bauer). Beide Apparate mittlerweile als handliche Geräte angeboten, fanden nur Einzug bei den passioniertesten Hobbyfilmern.


Das Aufnahme- bzw. Speichermedium für diese Geräte war, war nun nicht mehr der Zelluloidfilm, es war ein Magnetband. Es ermöglichte die sofortige Besichtigung der aufgenommenen Filmszene, war sie denn im Kasten. Gegebenenfalls konnte sie auch ohne Probleme gelöscht werden. Die analoge Aufzeichnungstechnik war anfänglich auf schwarz/weiß Bilder beschränkt, wurde aber sehr schnell als Farbvideo umgestellt, man könnte sagen: verbessert.


Ähnlich der Filmkassette - dem Cartridge von Kodak - für Super 8 Filme oder dem Single 8 Format von Fujica, wurde das Magnetband in einer Kassette für Videorekorder entwickelt. Hier standen 2 Kassetten-Ausführungen in Konkurrenz. Betamax (Sony) und VHS (JVC), beide um 1976 vorgestellt, neben anderen weniger Erfolgreichen, wie z. B. Video 2000 (Grundig 1980). Der wirkliche Durchbruch gelang dem Video-Home System (VHS). Eine kleinere Kassette, das VHS-C-Kassetten-System (1983), ermöglichte die Einführung der analogen Camcorder, jene Apparate, die Kamera und Rekorder in einem vereinten.


Was war nun geschehen, dass der klassische Amateurfilm ein jähes Ende vor sich hatte ? Der heimische VHS-Rekorder ermöglichte jedem Besitzer die Aufnahmen von Fernsehsendungen je nach belieben einzufangen bzw. abzuspielen. Der Fernsehapparat ersetzte dabei die Leinwand. Der Fernsehsender lieferte gelegentlich eindrucksvollen Bilder von Reiseeindrücken. Nur noch das individuelle Ereignis galt es zu filmen. Der Könner unter den Video-Filmern schnitt dann die bereits vorhandenen Reiseeindrücke mit dem eigenen Erlebnisfilmen auf Video zusammen. Alles legal, wenn nicht öffentlich vorgeführt.


Die VHS-Kassetten als Aufnahmemedium wurden eines der erfolgreichsten Produkte in der Welt des Amateurkinos, sie wurden millionenfach verkauft, ob unbespielt oder bespielt. Die Filmindustrie bangte um ihre Existenz und vermarktet deshalb codiert Filme aller Art auf bespielten VHS-Kaufkassetten. Es war auch die Zeit der Video-Theken, die wie Pilze aus dem Boden schossen.


Nun gab es kein Halt mehr, das Interesse am Amateurfilm schwand im Verhältnis zum kommerziellen Erfolg des Video-Marktes, schon allein durch das wachsenden Angebot von Kinofilmen großer Filmstudios. Der Camcorder mit seiner VHS-C-Kassette ergänzte nur noch gelegentlich im Privaten die Musestunden.


Und doch, auch diesem erfolgreichen Medium - VHS mit all seinen Varianten, von VHS C, VHS-HQ, S VHS bis S VHS-C (1987) oder dem Gegenstück für die Camcorder der Formate Video 8 bzw. HI 8 - war nur ein relativ kurzes Leben vergönnt (1976-2008) verglichen mit dem 8 mm breiten Zelluloidfilm. Denn die Elektronik-Industrie bot quasi über Nacht (im Jahr 2000) das digitale Video-Laufbild an, welches ab dann noch kleinere Magnetbandkassette ermöglichte. VHS war somit nicht mehr kompatibel. Die digital aufzeichnenden Camcorder wurden ebenfalls kleiner und deren Bildqualität wesentlich besser. TV-Flachbildschirme kamen auf.


Ob die meisten Filmamateure noch ihrem Hobby nachgingen, mit dieser digitalen Technik an der Hand, blieb uns bisher unbekannt. Die Anzahl aktiver Filmklubs hat sich auf jeden Fall in den Folgejahren stets verringert. Das Angebot an Video-Kauffilmen, welcher Art auch immer, wurde mittlerweile derartig erweitert, dass es einleuchtend scheint, zu behaupten: Das Hobby des Filmemachens stirbt aus. Nicht zu vergessen ist, dass innerhalb der letzten 10 Jahre auch noch die digitale Technik für Laufbilder weitere Fortschritte machte.


Würde man alle Details der analogen Videotechnik aufzählen reichen diese Zeilen nicht mehr aus. Schon gar nicht, wenn die Fortschritte bis heute (2019) in der hoch auflösenden Video-Technik zur Sprache kämen.


Fazit ist: Der Wechsel der Systeme scheint sich immer schneller zu vollziehen. Ob es digitale Aufnahmen für HD- ab 2002 oder Full HD-Bildqualität ab 2006 ist, oder 4K2K aktuell, bleibt dahin gestellt. Dem Amateur wird diese moderne Technik des Filmens mittlerweile auch zu einem angemessenen Preis angeboten. Was will man mehr ?


UN     





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Wochenticker Nr. 50

Beitrag Nr.: 06.12.2019      

Autor:       UN - Veröffentlicht  am:   06. Dezember 2019 - Mitteleuropäische Zeit - 09:37:44




Über die Entwicklungsgeschichte der Zoom-Objektive an Schmalfilmkameras.

Zoom-Objektive, die im deutschen Sprachgebrauch als Vario-Objektive bezeichnet werden, wurden in den frühen 60er Jahren auch an Amateurfilmkameras des 8 mm Formats eingeführt. Das Zoom-Objektiv löste das Turret ab, das bei diesen Apparaten, die mit zwei zusätzlichen Vorsatzlinsen (Wide/Tele) versehen war.


Japanische Filmkameras, wie die Elmo-Modelle, wurden erstmals mit einem Zoom-Objektiv ausgestattet. Damit fing auch die klassischen Handbewegung des Kameramannes an, nämlich den Zoom-Hebel zu halten, was sich im Übrigen auch als stabilisierenden Eigenschaft während des Filmens erwies.


Die Bemühungen nun nur noch Vario-Objektive einzusetzen gingen in der Industrie auf verschiedene Weise weiter. Insbesondere schon deshalb, um eine gleichmäßige Zoomfahrt letztlich zu erhalten.


Beispielsweise bot Elmo die mechanische Zoom-Steuerung an, die, wenn man den Apparat öffnen würde, ein Seil über Rollen gespannt, sichtbar macht. Eine Mechanik, die, mit dem aufsetzbaren Griff betätigt werden konnte.


Vario-Objektive der ersten Stunden boten ein mäßiges Weitwinkelbild, mit einer Brennweite von circa 10 mm an und erlaubten eine Kamerafahrt in den Telebereich, bis zu 30 mm Brennweite, also einem Zoomfaktor von 3.


Diese Auslegung war zu jener Zeit schon ein wirklich großer technischer Fortschritt, bedenkt man, dass der Aufbau der Objektive mit seinen Linsen noch sehr mühsam berechnet werden musste. Denn die hauptsächliche Aufgabe bestand schließlich darin, eine Lösung zu finden, die in jeder Position aller möglichen Brennweiten, die Bildschärfe erhalten bleibt.


Die Einführung von Vario-Objektiven an Amateurfilmkameras stellte in jeder Hinsicht einen Fortschritt dar, nicht nur, weil man das fest installierte Objektiv als einen Garanten für feinst abgestimmter Präzision ansah, die die Bildqualität sicher stellt. In der Fertigung erwies sich die vereinfachte Montage beim Hersteller als günstig.


Daher wurden fest eingebaute Belichtungsmesser mit Selenzellen eingeführt, die die Lichtverhältnisse der erfassten Szene registrierten und so weitgehend Über- bzw. Unterbelichtungen vermieden.


Außerdem konnte die lästige Parallaxenausgleicheinrichtung entfallen, die bei der Benutzung unterschiedlicher Objektive einer Turret-Kamera den korrekten Bildausschnitt im Sucher zeigen sollte. Denn an ihrer Stelle kam der Reflexsucher auf, der stets das Bild zeigt, das vom Film erfasst wird.


Als diese technischen Lösungen Anklang bei den Kameraleuten fanden, ergänzte die Industrie ihre Modelle um Weiteres und boten das elektrisch motorisierte Zoom-Objektiv an. Mit dieser Einrichtung gelang es, ein gleichmäßiges Zoomen einzuführen und doch eine manuelle Zoomfahrt nicht ausschloss.


Die Modellfolgen, die nun schon fast halbjährig angeboten wurden, überschlugen sich mit weiteren Finessen. Im Bereich der Objektive wurde der Entfernungsmesser eingeführt, der mit der Schnittpunkttechnik im Sucher, dem Kameramann die Tiefenschärfe anzeigt.


Der Belichtungsmesser wurde zu einer Einrichtung (TTL) mit Batterieunterstützung (PX-Zellen), nun im Apparat verbaut, sodass die Lichtintensität unmittelbar im Lichtstrahl des Zoom-Objektivs gemessen werden konnte. Diese Anordnung ermöglicht ein sehr genaues Erfassen der Lichtmenge, die den Film erreichen soll und das, über alle Brennweiteneinstellungen hinweg. Zusätzlich halfen die codierten Super 8 Filmkassetten, die Lichtempfindlichkeit des Filmes festzulegen, und stellten die Filmkameras entsprechend darauf ein.


Was aber zu Zeiten der Super 8 Einführung (1965) mit den mittlerweile erweiterten Brennweitenfaktoren von ursprünglich 3 auf 4 bis 5 dennoch nicht möglich war, war die Makrofotografie. Bei solchen Zoom-Objektiven half man sich mit einer Nahlinse (+1, +2, +3 Dioptrie), die vor das Objektiv geschraubt wurde.


Da die Fertigungstechnik im Objektivbau innerhalb des Jahrzehnts des Filmerbooms ebenfalls große Fortschritte machte, zeigte sich, dass Amateurfilmkameras nun mehrheitlich mit einem Zoom-Objektiv ausgestattet wurden, die im Weitwinkelbereich bei 8 mm und im Telebereich mit 48 mm Brennweite den Faktor 6 erreichten.


Ein Wettlauf um die immer größer werdenden Objektive fing an. So wurden nicht selten Serien aufgelegt, die mit Zoom-Objektiven ausgestattet waren, deren Zoomfaktor bei 8, 10, 11 und manchmal auch 12 lag.


Das darunter auch die Handhabung litt, wenn der Apparat aufgrund des zu schweren Objektivs kopflastig wurde, störte die Käufer dieser Kameras weniger. Vielmehr die Ergebnisse ließen zu wünschen übrig, weil zu oft im Telebereich über 48 mm ohne Stativ gedreht wurde. Der Effekt, der dann eintrat, waren Filmszenen, die unangenehm wirkten, da diese auf den Leinwand stark verwackelt erschienen.


Vario-Objektive an qualitativ hochwertigen Filmkameras, mit einem Zoomfaktor über 10 zeichneten die Bauer S 715 XL, die Fujica ZC 1000, die Nikon R 10 und einige mehr aus.


Was all zudem interessant war, ist die Tatsache, dass ab Mitte der 1970er Jahre ein Zoom-Makro-Objektive zur Grundausrüstung einer Tonfilmkamera (Sound) gehörte. Die Apparate - für Stumm- oder Tonfilm - deren Zoomfaktor bei nur circa 5 lag, wurden sogar in der XL-Ausführung, also mit einem lichtstarken Objektiv (F 1:1,2) versehen. So konnten auf einmal Filmszenen bei Kerzenschein aufgenommen werden.


Würde wir hier noch über die besonderen Eigenschaften der großen Zoom-Objektive etwas schreiben, so reicht diese Seite nicht aus. Denn da gäbe es noch einiges zu berichten.





UN     





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