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Archiv: Beiträge u. Berichte über November
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November Nr. 49
Beitrag Nr.: 27.11.2020      

Autor:       sappam Team - Veröffentlicht  am:   27. November 2020 - Mitteleuropäische Zeit - 07:38:35




Warum ist das Schmalfilm-Apparate-Museum nicht auf dem
Social-Media Portal Youtube vertreten ?




Für so manchen Youtuber wäre dies eine berechtigte Frage, doch scheint es aus unserer Sicht in Sache Amateurschmalfilm auf den Youtube-Kanälen recht willkürlich zuzugehen. Was nicht heißen soll, dass die Beiträge überflüssig wären oder von wenig Nutzen seinen. Vielmehr meinen wir, dass solche Videos grundsätzlich ein Spagat für ein Museum bedeuten würden. Nämlich dem Spagat zwischen einer schlichen Auskunft bzw. Präsentation eines Exponates und/oder der Auskunft über seine Besonderheit als Werbeträger.

Es liegt in der Natur eines Video-Clips, dass sich das Dargestellte bewegt und die gezeigten Sequenzen mit Text und Bild einen sinnvollen Vorgang präsentieren. Soll er hochwertig in seiner Qualität sein, so bedarf es eines erheblichen Einsatzes an filmtechnischen Ressourcen, um nicht monoton und laienhaft zu wirken.

Da ist das Standbild dem Video überlegen, denn die Aufmerksamkeit wird durch die eigene Fantasie des Betrachters und sein Wissenshunger angeregt, was die natürliche Neugier auf ein anderes Niveau hebt. Und gerade das macht es aus, wenn nur eine unserer Web-Seite zum längeren Verweilen bzw. der Suche nach außergewöhnlichen Objekten anregt.

Denn jedes Video lässt den Betrachter erst zum Schluss des Clips den Höhepunkt erreichen und das Wichtige vom Inhalt wissen. Somit wird der zeitliche Aufwand erheblich größer, stellt man dem ein Standbild gegenüber.

Museen sind prinzipiell passive Orte, die die Vergangenheit mit ihren Exponaten hauptsächlich beleuchten. Sie sind weniger die Plattform von Aktionen, die der Gegenwart genügen, wenngleich auch dem modernen Publikum eine Gelegenheit der persönlichen Beteiligung an ausgesuchten Aktionen und deren Ergebnisse nicht vorenthalten werden sollte.

Um all dieses zu erreichen, kann es verschieden Ansätze geben, die ein Museum attraktiv machen. Allerdings muss nicht ein moderner Video-Clip als das entscheidende Medium für jede Lösung herhalten und nur so die explizite Aufgabe einer Wissensvermittlung übernehmen. Wenn dem so wäre: Dann könnten alle Museen schließen, mit der Folge, wer würde, wie und wann diese Exponate in natura noch sehen wollen ?

Andererseits kann gesagt werden: Wer meint, das Youtube oder ähnliche Portale, die mit einigen Video-Clips aufwarten, über die Nutzung oder Entstehungsgeschichte eines Objektes jeden Museumsbesucher fernhält, der irrt ! Das persönliche Engagement, den Ort einer Ausstellung aufzusuchen und im Rahmen dieses Umfelds neues Wissen zu erlangen, zählt letztlich noch immer als ein unvergessliches Erlebnis.

Schließlich ist es nur der innere Antrieb eines Jeden, Interesse an den Dingen der Welt zu zeigen, was zum Anlass eines Museumsbesuches führt, egal ob das Haus in einer Stadt oder ein Internetportal mit Video-Clips zu finden bzw. präsent ist.

Nun liegen Video-Clips bei Youtube und Homepage-Präsentationen im Internet dicht beieinander. Deren Aufmachungen bedürfen einiger Kenntnisse und den Einsatz verschiedener Geräte. Der Zugang zu diesen Medien ist heutzutage überall möglich. Auch die Suche mittels Stichworten ist weitgehend durch die sogenannten Suchmaschinen erleichtert. All das macht natürlich den realen Museen das Überleben schwer.


 


Die Dauerausstellungen in realen Museen sind in den Zeiten des Tourismus ein wichtiger Ansatz, Besucher zu empfangen, zumal nur diese Ausstellungen die Wichtigkeit der gezeigten Attraktionen eines Haues unterstreichen. Was allerdings nicht die Notwenigkeit der regelmäßigen Aktualisierung ausschließen darf. Denn sonst bekäme ein Haus schnell den Anstrich des gestrigen und somit den Verlust eines guten Rufes.

Ähnliches gilt für alle Arten von Internet- auftritten. Denn grundsätzlich ist hier dafür zu sorgen, dass eine regelmäßige Aktualisierung des Auftritts dem Besucher schon beim ersten Anblick ins Auge fällt, was in der Durchführung und Machbarkeit nicht immer einfach ist, denn wer kann schon von sich behaupten, alles stets entstaubt zu haben.

Wir stellen fest: Alle Arten von Präsentationen, ob im Haus eines Museums oder als Internetauftritt, sie sollten sich zu einer ständigen Betreuung verpflichten. Eine Verpflichtung, die zweifellos der Sache dient, die sie vertreten. Dabei sollte jeder Anbieter seinen Weg gehen und daran arbeiten, Konzepte des Vortrags zu verbessern bzw. attraktiv für seine Besucher zu halten.

Ein ständiges Engagement der Betreiber von Museen oder die der Youtube-Kanäle ist damit gefordert, was nicht ausschließen soll, auf erfolgversprechende Innovationen und Ideen in der Darbietung einzugehen und diese auszuarbeiten.

Inwieweit das sappam mit Video-Clips in die Zukunft blickt, ist dabei noch nicht entschieden, doch scheint das Video-Format auf unserer Museumsseite nicht so dringlich zu sein, wie so mancher Kommentar, der uns erreichte, es glauben macht.

Wir sind noch - Betonung liegt auf noch - davon überzeugt, dass Video-Clips für letztlich weniger Beachtung sorgen, wenn sich nicht bei der Vorschau oder dem ersten Anblick eines Clips die Vorstellung des Besuchers erfüllt. Mit dem Ergebnis, dass höchstwahrscheinlich auch eine weitere Durchsicht der sappam-Seiten auf ihren weit wichtigeren Inhalte hin verloren geht. Es ist aber die Zielsetzung einer Sammlung, diese vorzustellen. Auch könnte die große Vielfalt an Technik, die einst geschaffen wurde, nämlich die des 8 mm Schmalfilms als Metier mit all seinen Apparaten für ein On-Line-Museum letztlich negativ beeinflusst werden.

Wer schon einmal auf Youtube einschlägige Video-Clips angesehen hat, wird schnell feststellt haben, dass hier der Amateur und Macher eines Kanals zwar guten Willen zeigt, was jedoch viel zu oft auf ein einziges Objekt aus der Schmalfilmwelt reduziert bleibt.

Bedenkt man aber, dass mehr als 5000 unterschiedliche Apparate und andere Hilfsmittel dem Hobbyfilmer in mehr als 50 Jahren angeboten wurden, dann wird klar, eine umfangreiche Auskunft - wenn möglich bebildert oder unterstützt durch Bilderstrecken - kann nur ein Museumsbetrieb mit umfangreicher Sammlung an Exponaten leisten.

Wer also heute von Video-Clips spricht, der spricht von Videos in digitaler Aufmachung. So gilt der Video-Clip zurzeit als Der letzte Schrei.

Das auch die sappam-Seiten Video-Clips präsentieren können zeigen unsere Beispiele aus den beiden 'Wochen Ticker' Beiträgen zur Film-Digitalisierung, wo sowohl ein digitalisierte Super 8 Schmalfilm als auch eine analoge Videosequenz eines Camcorders gezeigt wird. Eine Vorstellung, die allerdings nur mit PCs oder Notebooks mit modernen Browsern gelingt.

UN     




Dieser Beitrag als Wochen Ticker unterliegt dem Copyright © vom sappam.



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November Nr. 48
Beitrag Nr.: 20.11.2020      

Autor:       sappam Team - Veröffentlicht  am:   20. November 2020 - Mitteleuropäische Zeit - 09:10:55




Es ist Zeit den sappam-Tischkalender 2021 in seiner
6. Auflage zu bestellen.



Zugegeben, auch wir haben in den Zeiten der Pandemie im Jahr 2020 unsere Hingucker, die wir eigentlich wöchentlich veröffentlichten, ein wenig vernachlässigt. Was so mancher organisatorischen Situation im sappam geschuldet ist. Dennoch würden wir uns freuen, wenn sich auch dieses Jahr noch einige Interessenten, die wir noch nicht kennen, zum Erwerb der sechsten Auflage unseres Tischkalenders anmelden würden.

Der Tischkalender vorheriger Jahre hatte mit der Auswahl der schönsten Hingucker des Jahres doch so manchen Schreibtisch aufgelockert, zumal er unaufdringlich und doch lebhaft monatlich interessante Apparate aus der Welt des Schmalfilmers zeigte.

Daher werden wir auch für 2021 die besten Bilder aus unserer Bildergalerie einbringen, wobei die wirklich schönsten Apparate, die wir 2020 als Zugänge listen konnten, einen würdigen Platz der Erinnerung erhalten werden.

Wir wissen sehr wohl, dass die Welt des Schmalfilmers zurzeit nicht unbedingt als Mittelpunkt der Welt zu betrachten ist und doch meinen wir, Sammlungen wie die unsere geben der Zukunft eine Übersicht zu den Dingen, die die Menschen vor 50 Jahren - also um 1970 - mochten und besaßen. Mehr noch, welcher Apparate sich die Menschen bedienten, um dem Zeitgeist, der schon heute Geschichte sein dürfte, zu entsprechen.

So betrachtet ist auch heute schon so mancher Schmalfilm ein Schatz, nämlich jener Amateurfilm, der die Familie in bester Laune einmal ablichtete und so die Stimmung der Erinnerungen in diesen Tagen durchaus nochmals ermöglicht. Nur wer kann einen solchen Schatz noch heben, wenn doch die erforderlichen Apparaturen für eine Vorführung fehlerhaft arbeiten oder gänzlich fehlen ?

Daher startet das sappam, neben der Veröffentlichung des Tischkalenders zusätzlich zweimal jährlich eine DIGI-Aktion, einmal im Frühjahr, von Februar bis April und dann im Herbst von Oktober bis Ende November, bei der die kostenlose Digitalisierung eines bis zu 120 m langen Schmalfilms angeboten wird, wenn in diesem Zusammenhang eine Sachspende aus der Schmalfilmwelt dem Museum überlassen wird.

Außerdem bietet das sappam auf diesen hier einsehbaren Web-Seiten eine umfangreiche Auskunft aller Neuzugänge eines Jahrgangs. In der der umfangreichen Bildergalerie die entsprechenden Bilderstrecken einzelner Apparate, immer betrachtet aus mehreren Perspektiven. So kommen wir, fast wie gerufen, dem möglichen Museumsbesucher in der Pandemie des Jahres 2020 schon entgegen.

Was macht nun ein Tischkalender des Museums so interessant und wie kann man ihn bestellen ?


 


Die Monatsblätter des Kalenders werden 12-Mal im Jahr gewendet und mit jedem Monat erscheint ein neues, außergewöhnliches Objekts aus der Hobbywelt des Schmalfilmers. So werden nicht nur alte Erinnerungen wach, nein, auch Träume, die nie erfüllt wurden, werden möglicherweise einmal sichtbar. Die Sammler unter den Filmfreunden genießen es, die bebilderten Blätter des Kalenders zum Jahreswechsel nochmals anzusehen.

So mancher Kalenderfreund vergnügt sich bereits zum Jahresende, indem er nur die Bilder der Apparate aufbewahrt. Dazu wird die seitlich angelegte Kalenderflächen eines Monats einfach abgeschnitten. Denn so erhält man eine kleine außergewöhnliche, schon gebunden Bildersammlung, die auch ohne Smartphone bzw. PC mit Browser einzusehen ist.

Allerdings können wir noch einen Tipp in dieser Angelegenheit abgeben: Jeder Hingucker auf unserer Seite kann auch in Originalgröße aufgerufen werden, was nicht nur beste hochaufgelöste Ansicht ermöglicht, nein, auch die hochaufgelöste jpg-Bilddatei kann so heruntergeladen werden, wenn das bevorzugte Objekt als Bild für den Karteikasten der eigenen Sammlung interessant erscheint.

Der Tischkalender kann bis einschließlich 15.12.2020 bestellt werden. Die Auslieferung erfolgt nach Eingang unserer Selbstkosten in Höhe von Euro 6,55 inkl. MwSt. und Versand. Die 6. Auflage des diesjährigen Tischkalenders wir mit 50 Stück angegeben. Alle Bestellungen, die über diese Auflagestückzahl hinausgeht, können nicht berücksichtigt werden.

Nur mit unserer Auftragsbestätigung wir ein bestelltes Exemplar des Tischkalenders 2021 erfasst und nach Zahlungseingang der Versand veranlasst. Bestellungen, die über das vorhandene Kontingent von 50 Stück hinausgehen, können unter Umständen nicht oder nur später (zum Jahresanfang) berücksichtigt werden.


Zum Schluss nochmals ein Tipp zur sappam Web-Seite: Gibt man in dem Suchfeld mit dem hellgrünen Button ' Finden', der sich auf fast allen Seiten der Präsentation rechts oben befindet, das Wort sappam als Joker ein, so erhält man eine Liste aller Objekte, die das Museum bereits vorhält. Zum Ende der 46. KW von 2020 wurden 1790 Objekte angezeigt.

Natürlich werden in diesem Suchfeld mehrheitlich die Marken der Apparatehersteller oder die Modellbezeichnungen der Apparate eingegeben, um das gesuchte Exponat schnell zu finden. Erfahrungsgemäß sind allerdings die Modellnummern eines Objektes noch effektiver, denn so werden alle ähnliche oder gleichlautende Modelle zur Auswahl in einer übersichtlichen Liste angezeigt. Versuchen Sie es einmal, Sie werden begeistert sein !

UN     



Dieser Beitrag als Wochen Ticker unterliegt dem Copyright © vom sappam.



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November Nr 47
Beitrag Nr.: 13.11.2020      

Autor:       sappam Team - Veröffentlicht  am:   13. November 2020 - Mitteleuropäische Zeit - 08:04:41





Warum gibt es den Kodachrome Super 8 Film nicht mehr ?



Der Super 8 Film, der von der Firma Kodak (USA) 1965 eingeführt wurde, löste in wenigen Jahren nach seiner Präsentation einen wahren Rausch unter den Amateurfilmern aus. Was zu verstehen war, weil ab sofort jeder Film in einer Kassette, die werksseitig untergebracht, mehrer Vorteile für den Hobbyfilmer brachte.

Erstens war nun der Film nicht mehr 7,5 m lang, so wie es der Normal 8 Film auf der 3 Zoll Spule war, es wurden 15 m Film von 8 mm Breite in einer schwarzen, versiegelten Kunststoffkassette angeboten. Eine Packeinheit, die gut 3 Minuten und circa 20 Sekunden Drehzeit am Stück zuließ, mehr noch, der Wechsel der Kassette wurde ohne Filmverlust und ohne Gefahr einer seitlich einfallenden Fehlbelichtung (rötliche Schatten bei Normal 8 Filmen) mit einem Handgriff in kürzester Zeit möglich.

Neben anderen überzeugenden Vorteilen benötigte allerdings der Amateur nun eine sogenannte Super 8 Filmkamera, die diese Kodak-Filmkassette (engl. Cartridge) aufnahm. Durch diese erforderliche Anpassung erschien es anfänglich fraglich, ob sich das System Super 8 am Markt durchsetzen würde. Und doch erwies sich die getroffene Entscheidung von Kodak letztlich als genial.

Auch wenn es Fuji-Film, der größte Filmhersteller Japans, mit der eigenen Kassettenausführung unter dem Namen Single 8 (1966) aus patentrechtlichen Gründen versuchte, dem Amateur ebenfalls ein einfach zu handhabendes System anzubieten, so blieb doch die amerikanische Kassette der Weltmeister bis zur Einstellung des Produkts bei den Verkaufszahlen.

Kodak weitgehend bekannt durch das außergewöhnlich gute Filmmaterial (dem Kodachrome II Type A und seinem Nachfolger Kodachrome 40), nicht nur für den Amateurfilmer, setzte sich schon durch seinen Namen in der westlichen Hemisphäre durch. Andererseits standen hier nur noch die bekannten Firmen AGFA (D-West) und ORWO D-Ost) im Wettbewerb. Diese Unternehmen besaßen keine Super 8 Lizenzrechte (1965), um mit ihrem Farbfilm-Material die Kassetten zu befüllen. Agfa zog allerdings etwas später nach, um den Markt mit dem CK 17 gefolgt vom Agfachrome 40 (1974) Film zu bedienen.

Um es nochmals zu erwähnen, das sogenannte Super 8 Filmformat, das gegenüber dem Normal 8 Filmformat eine größere Bildfläche zur Verfügung stellt, hat auch eine andere Position und Abmessung in der Perforation gegenüber dem Bild. Siehe hierzu die unterschiedliche Aufteilung in der Bildgeometrie auf dem nach wie vor beibehaltenen 8 mm breiten Filmstreifen.

Der unerwartete Boom der 1970er-Jahre bescherte Kodak tatsächlich einen ungemein hohen Vorsprung bei den Verkaufszahlen von Kassetten gegenüber dem Single 8 Format vom Fuji-Film. So entstanden nicht nur in den USA Filmentwicklungslabors, nein, auch in Europa (F, CH u. D) wurden die Filme entwickelt.

Verblüffend war dabei, dass nur wenige Reklamationen bei den mehreren Tausend Einsendungen monatlich zu beklagen waren. Zumindest hörte man solche Klagen nicht, wie es z. B. der Verlust des Films hätte sein können. Oder die Entwicklung des Films wäre durch Fehler des Entwicklungsprozesses eindeutig mangelhaft.

Viel wichtiger erschien aber dem Amateur des Schmalfilms, die Auflösung, das Korn und die Farbnuancen, die der Film auf die Leinwand brachte und dies mit einer Konstanz über Jahre hinweg, sodass der Filmschnitt ein Leichtes war, auch wenn längere Zeitabstände oder unterschiedliche Filmchargen eingesetzt wurden.

Das Farbfilmverfahren von Kodak war in seiner Gesamtheit schon ein Kunststück, denn die Chemie, die aus mehreren lichtempfindlichen Schichten bestand und auf dem Nitroazetat-Streifen übertragen wurde, war sehr komplex. So auch das Entwicklungsverfahren mit seinen 14 Arbeitsgängen.




 


Man unterschied bei Kodak im Laufe der Jahre - bis 2006, als die Fertigung der Super 8 Film eingestellt wurde, 2 wichtige Ausführungen, die unter dem Entwicklungsverfahren K12 und K14 liefen. Hier sprechen wir nur vom 40 ASA-Filmen, die sowohl für Kunst- wie auch Tageslicht (ISO 40/17°) genutzt wurden. Um die richtige Belichtung bei Tageslicht zu erhalten, war es notwendig, den A Filter, (der Konversionsfilter Kodak Wratten 85), der in allen Super 8 Filmkameras verbaut war, einzulegen.

1971 führte Kodak den Ektachrome 160 A (ISO 160/23°) ein, ein Film, der es zuließ, auch bei Kerzenschein noch Szenen zu drehen. Somit wurden dieser Super 8 Film in der Kassette auch für den anspruchsvollen Amateur mit einer der sogenannten XL-Kameras interessant.

Weiter Besonderheiten für den Super 8 Filmer bot Kodak 1973 mit der Einführung des Tonfilm-Materials in einer etwas größeren Kassette, bestehend aus dem bewährten 8 mm breiter Streifen, nun aber mit einseitig aufgeprägtem Magnetstreifen, sodass mit einer Sound-Kamera der synchrone O-Ton (Live-Ton) zum Bild aufgenommen werden konnte.

Um auf diesem Markt, der sich in den Siebzigerjahren rasant entwickelte, nicht ganz außen vor stehen zu müssen, bot Agfa - der deutsche Filmmaterialhersteller - ein ähnliches Filmsortiment an, doch fand dieses Film-Material nicht überall die gleiche konstante Akzeptanz, wie es Kodak genoss, was vermutlich auch der Farbnuancen des Agfa-Films geschuldet war.

Um dem anspruchsvollen semiprofessionellen Kameramann die Möglichkeit einer längeren Aufnahmezeit zu geben, konstruierte so mancher Kamerahersteller, im Segment der Spitzenkameras einen Schachtdeckel am Kameragehäuse, um den Einsatz einer besonderen Filmkassette zu ermöglichen. Diese Kassetten (1979-1997) waren mit 150 Fuß (30 m) bzw. 200 Fuß (60 m) langen Tonfilm-Material bestückt, was für Letztere eine maximale Belichtungsdauer von circa 13 Minuten bei 18 B/s erlaubte.

Damit war aber auch der Höhepunkt in der Entwicklung des Super 8 Film-Materials erreicht, die dem Filmfreund letztlich zur Verfügung stand. Denn die Zeit war gekommen, als die ersten Video-Aufnahme-Systeme auf den Markt kamen und diese mit Magnetbändern arbeiteten. Ein auf Polyesterbasis hergestellter Streifen, der mit Eisenpartikel beschichtet nun zum Speichermedium in die Filmerwelt vordrang, avancierte.

Obwohl noch in den späten 1980er-Jahren die höchste Anzahl von belichteten Super 8 Filmen entwickelt wurden - man schätzt um die 10 Millionen Einheiten monatlich - so brach der Markt ab 1990 abrupt zusammen und veranlasste die meisten Hersteller von Super 8 Filmen wenige Jahre später die Fertigung einzustellen. Kodak stellte die Produktion des Kodachrome Super 8 Films 2006 ein und entwickelte die letzten Kodachrome-Filme nach dem K14 Verfahren in den USA 2010.

Alle später eingereichten Kassetten wurden nur noch in Schwarz/Weiß entwickelt bzw. nicht mehr angenommen. Das chemisch sehr komplizierte Entwicklungsverfahren K14 arbeitete mit kostspieligen Substanzen deren Beschaffung im kleinen Chargen sich für Kodak nach dem Einbruch des Marktes als unwirtschaftlich erwiesen hätte, zumal die technischen Anlagen in den Laboratorien als völlig veraltet galten.

Nachdem Kodak (USA) auch noch Insolvenz angemeldet hatte, erübrigte sich das Thema Super 8 gänzlich schon desahalb, weil es auch die Filmfertigung von Kodak ganz allg. betraf. Daher können heute nur noch kleinere Unternehmen, die aus Rohfilmen anderer Filmhersteller, die mittlerweile lizenzfreie Super 8 Kassetten konfektionieren. Seien es mit Schwarz/Weiß-Filmen oder solche in Farbe, nur müssen in jedem Fall noch die Entwicklungsbäder vorhanden sein.











UN     





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Wochenticker Nr. 46
Beitrag Nr.: 06.11.2020      

Autor:       sappam Team - Veröffentlicht  am:   06. November 2020 - Mitteleuropäische Zeit - 08:33:32




Wo kann man heute noch Wichtiges über den klassische
Amateurfilm und seine Apparate erfahren ?



Es dürfte nicht verwunderlich sein, wenn wir so eine Frage in den Raum stellen, denn das Schmalfilm-Apparate-Museum bemüht sich seit Jahren zu dieser Frage eine Antwort zu geben. Auch wenn sicherlich einiges bisher nicht beantwortet werden konnte, so kann der Versuch, hier etwas beizutragen, nicht falsch sein.

Natürlich ist es bekannt, dass der klassische Amateurfilm, der mit dem 8 mm breiten Streifen gedreht wurde, heute so gut wie nicht mehr gefragt ist. Die bildgebende Elektronik hat auf konsequente Weise den Filmstreifen, der auf chemischer Basis das bewegte Bild erfasste, abgelöst und so mit anderen Apparaten der Filmherstellung ausgelöst.

Und doch, es gibt sie noch, die Schmalfilmer, auch wenn es nur eine kleine Gemeinde ist, die sich unerschrocken zeigt und jedem Widerstand, der sich ihnen entgegenstellt, ausweicht, denn Widerstände, wie z. B. die kostspielige Filmbeschaffung gibt es mittlerweile genug.

Nun, es ist dem Laien nicht verständlich zu machen, was es denn auf sich hat, dass noch immer der Filmstreifen, der doch recht schmal ist - 8 mm - und nur bedingt eine Bildqualität liefert, die tatsächlich begeistern kann.

Ein Vergleich diesbezüglich lässt sich schnell erbringen, nämlich dann, wenn ein gut gemachter Filmstreifen digitalisiert und auf einem modernen TV-Gerät - in welcher Größe auch immer - vorgeführt wird. Die Bildschärfe und die Kontraste der Farben lassen sich einfach im Vergleich mit einem digital aufgenommenen Film, wenn ein solcher zur Verfugung steht, nicht erreichen.

Die Elektronik hat in der Tat das Rennen auf der ganzen Linie gemacht ! Weil dem so ist, gibt es auch ein Museum, dass sich auf die Technik des Amateurschmalfilms vergangener Jahre konzentriert. Dass sappam als virtuelles Museum bietet daher mehr als nur eine Information. Es soll Erinnerungen dieser alten Technik wach halten.

Aber auch im gleichen Internet, in dem sich das sappam als Museum präsentiert, gibt es eine Reihe weiterer Möglichkeiten, Details und Empfehlungen zum Thema 'Amateure und ihr Schmalfilm', sowie 'Filmkameras' und andere Apparate aufzurufen. Da möge es bei einigen Angeboten weniger geordnet zugehen, doch mit einem vorgegebenen Suchbegriff ist beispielsweise unter YouTube.de einiges zu finden. Sei es, wie man einen 8 mm Film digitalisiert oder wie ein Filmprojektor funktioniert.

Auch sind Beitrage aus Fachzeitschriften nicht selten, nur fragt man sich: Wie komme ich dahin, wo gibt es sie ? Wikipedia.com, die Internet Enzyklopädie wäre da so eine Adresse, unter der man Fachbegriffe findet und mittels Querverweise auch auf interessante Informationen stoßen kann, von denen man noch nie etwas gehört hat.

Bei der Fachliteratur sieht es etwas düster aus, denn wirklich fachliche und tief greifende




 


Aussagen sind in den meist dieser als Hobby-Literatur zu bezeichnenden Bücher kaum zufinden. Es sind im besten Fall erweiterte Bedienungsanleitungen für den Einsatz am Drehort. Alles garniert mit etwas über das Zoom-Objektiv und die Art, wie eine Filmkamera zu halten ist.

Eine Ausnahme stellte der Klassiker mit dem Titel Schmalfilm-Kamera von Peter Sbrzesny unter den Fachbüchern dar, dass in mehreren Auflagen erschien. Ein Buch, das nicht nur ein umfangreiches Wissen zur Kinematografie vermittelt und dabei die Technik der Apparate, die der Objektive, der Filmmaterialien und all das andere, nicht unwichtige Zubehör des Amateurfilms behandelt.

Die Fach-Zeitschrift Schmalfilm, die mit über 610 Heften im Laufe der Zeit erschienen ist, gab über viele Jahre hinweg den Hobby-Filmern regelmäßig Auskunft zu Herstellern von Kamera- und Projektormodelle sowie deren besondere Eigenschaften. Damit bildete diese Magazin-Reihe, die bis 2013 erschien, doch eine wichtige Quelle des Wissens ab. Nur sind diese alten Ausgaben heute kaum noch zu finden.

Genauso wie man allen Schmalfilmapparaten eine Bedienungsanleitung beilegte, so veröffentlichte mancher Hersteller, wie beispielsweise die Braun AG (Nizo), ein Magazin für seine treuen Kunden. Objektiv wurde dieses Heft genannt, das im vierteljährlichen Turnus erschien.

Einige Magazine, die ursprünglich für den Amateur des Filmes herauskamen, änderten mitunter ihren Titel, als der Boom des Schmalfilmers ab 1980 absehbar zu Ende ging, wie z. B. die Ausgaben von Film, welchen dann ab 1982 unter dem Namen auf den Markt verblieb.

Bedauernswert erscheint die Erkenntnis, dass über die meisten Hersteller von Schmalfilmapparaten seinen es Filmkameras oder Projektoren keinerlei Daten hinterlassen wurden, die auf besondere Konstruktionsmerkmale in ihren Modellen hinweisen. Gleiches gilt für die Anwendung patentierter Erfindungen.

Deshalb ist es im sappam von großer Bedeutung, hier weitere Recherchen anzustellen und diese bei ausreichender Erkenntnis zu veröffentlichen. Daher wird jeder Besucher dieser Web-Seiten, der Erfahrungen zum Thema Schmalfilm, seiner Apparate oder dem Zubehör hat, sich an unserem Projekt zu beteiligen, sei es schriftlich oder auf anderem Wege, der zu uns führt.

Natürlich fallen uns dabei auch jene Schmalfilmfreunde ein, die sich in Foren wie Der Filmvorführer tummeln bzw. in Film-Clubs, wo sie ihr Wissen auszutauschen. Wenn nicht, dann sich auf Tauschbörsen treffen oder Auktionen nutzen, um das Hobby zu ergänzen. Das sappam könnte in der Zukunft eine Plattform werden, die den Amateurschmalfilm nicht vergisst, aber auch all jenen Ingenieuren und Konstrukteuren ein Denkmal setzt, die sich für diese wunderbare Technik einsetzten.




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Es wird darauf hingewiesen, dass die hier verwendeten Markennamen den jeweiligen Firmen als Eigentümer gehören, dies sind im Allgemeinen: Warenzeichen, Marken oder patentrechtlich geschützte Bezeichnungen.



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