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Archiv: Beiträge u. Berichte über November
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Wochenticker Nr. 47

Beitrag Nr.: 16.11.2018      

Autor:       sappam Team, erstellt  am:   16. November 2018 - Mitteleuropäische Zeit - 09:04:28



Wie viele Einzelteile hat so eine Amateurfilmkamera ?


Was für eine Frage ! Im Grunde genommen interessiert sich niemand dafür, dass wichtigste ist, der Apparat soll funktionieren. Und dennoch wird in ganz bestimmten momentan der Vergleich gezogen, mit einem Fotoapparat. Ein Gerät, das auch im fast jedem Haushalt zu finden ist.


Amateurfilmkameras erzeugen im Allg. keinen beschwerlicheren Eindruck auf seinen Besitzer, als es ein Fotoapparat zeigt. Dies mag daran liegen, dass Fotoapparate - so wurde uns gelehrt - eine Reihe von Einstellmöglichkeiten besitzt, um die Fotografie als Bild zu beeinflussen und zu verändern. Was eine Filmkamera nicht anbietet. So glaubt man !


Gut, was nun die Anzahl der Einzelteile einer aus dem mittlern Segment herausgegriffenen Schmalfilmkamera betrifft, so liegen uns im sappam, auch keine Zahlen vor. Wer weiß denn schon aus wie vielen Einzelteilen ein Automobil zusammen gestellt wird.


Wenn wir aus aber vorstellen, dass Mitte der 1960 Jahre das Super 8/Single 8 Format auf den Markt gekommen ist und damit auch die Filmkameras einem völlig neuen Konstruktionsmerkmal gehorchen mussten, so sollten wir daran denken, alle Einzelteile wurden noch am Reißbrett gezeichnet. Den Computer mit CAT-Software, den gab es zu jener Zeit noch nicht.


Ergo, war die Industrie auf technische Zeichnungen alter Art angewiesen, um jedes Teil fertigen zu können. So z. B. das Kamera-Chassis, besser gesagt, das Kameragehäuse, das oft aus Aluminium-Guss gefertigt wurde. Zeichnungen, die noch mit Chinatinte gewissenhaft angefertigt, die Materialien eines Bauteils bestimmten, gaben auch die Fertigungstoleranzen und Maße im Detail an. Nicht selten waren es mehrer Zeichnungen eines und demselben Teil, wenn es mehrere Fertigungsschritte erforderte.


Besonders die Kleinteile und manchmal auch die Teilen an einem Apparat, die wir als Endverbraucher als selbstverständlicher Bestandteil erachten, vorfinden machen die Komplexität der Fertigung sichtbar. Wer denkt schon daran, wie eine simple Trageschlaufe gefertigt wird, wenn Sie doch nur dazu dient, unserer Filmkamera nicht fallen zu lassen. Dieses kleine Zubehör, so kann man die Trageschlaufe bezeichnen, benötigt allein schon mindestens 3 Einzelteile in der einfachsten Version.


Das Trageband (1) aus Posament oder einem Kunststoffstreifen, einem Metall-Klipp (2) um die Enden des Bandes zu verbinden, damit eine Schlaufe entstehen kann die ein Bügel (3) am Kameragehäuse der die Trageschlaufe umschlingt. Wird dieser Bügel nicht verbaut, bekommt die Kamera ein 1/4 Zoll Gewinde, damit das Trageband mit geeigneter Schraubanbindung eingesetzt werden kann. Diese Ausführung ist nicht weniger aufwendig. Mehr noch wenn durch Drehungen am Handgelenk sich diese nicht lockern soll, werden mindestens 2 weiterer Einzelteile erforderlich.


Betrachtet man noch die Fertigungsschritte der einzelnen Teile, wird klar, dass der technische Aufwand nicht unbedeutend ist, und das Beispiel seht noch nicht einmal für die Fertigung der eigentlichen Filmkamera.


Ungeachtet aller in hoher Präzision gefertigten Kleinteile aus Metall und Kunststoff die sich im Inneren einer Schmalfilmkamera befinden sind auch noch die elektrischen bzw. elektronischen Bauteile essenziell, nicht zu vergessen die anspruchsvolle Zusammensetzung eines Vario-Objektivs mit motorischem Zoom-Antrieb.


Sieht man davon ab, Schrauben und Muttern als ungewöhnliche Teile zu erklären, so bleiben mehrheitlich doch die Einzelteile übrig, die Apparat spezifisch angefertigt werden müssen. Zusätzlich ist daran zu denken, dass in der Montage noch Schmier- und Klebstoffe eingesetzt werden müssen, also Hilfsmittel die zwar nicht als Einzelteile erklärt werden, aber für eine Funktion der Sache von Bedeutung sind. Daher auch nicht in einer Einzelteilauflistung vernachlässigt werden dürfen.


Leider sind nach dem Untergang der Firmen, obwohl diese einen Namen hatten und sich ausschließlich mit dem Bau von Amateurfilmkamera befassten, nicht viel Konstruktionsunterlagen übrig geblieben, wie es beispielsweise Stücklisten sein könnten, nach denen wir Zahlen an Einzelteilen eine Schmalfilmkamera zu nennen können. Doch liegt es nah, dass es zwischen 500 und 800 Teile je Kamera haben sein müssen, damit eine Schmalfilmkamera beim Händler angeboten werden konnte.


Welche Firmen konnten so einen Aufwand stemmen ? Nun, auch dies hat eine Historie, denn seit 1929 boten sich Unternehmen an, der damals noch in Kinderschuhen steckenden Filmindustrie auf de Bein zu helfen. Pathé, aktiv in Frankreich und in den USA war da führend, zusammen mit Kodak USA und Agfa in Deutschland, kamen die Filmhersteller dem Amateur entgegen. Pioniere des Amateurkamerabaus wie Beaulieu (F) und Paillard-Bolex (CH) Bell & Howell (USA), Eugen Bauer (D) entwickelten Apparate an der die Industrie wuchs.


Die Erkenntnisse aus der Fertigung ließen diese Unternehmen wachsen und Innovationen anbieten, wodurch auch die Fertigungstiefe erweitert werden konnte. Dies traf sowohl für den geeigneten Materialeinsatz, wie es Metallguss, Blech und Kunststoffe zu, wie auch für das entsprechende Elektromaterial. Die Oberflächenbehandlung der Einzelteile, wie Lackierung, Verchromung oder andere Korrosionsschutzmaßnahmen taten ein weiteres bei, um die Qualität für langlebige Nutzung zu sichern. Nicht zu vergessen die Bemühungen, ein angenehmes Aussehen in Design und Ergonomie einzuführen sowie eine leichte Bedienung dabei zu erreichen, denn Filmkameras setzte man nicht selten in unvorstellbar komischen Situationen ein.


Äußerlich konnte also der Kameramann kaum die Komplexität der Konstruktion einer Schmalfilmkamera einsehen, lediglich störte er sich daran, wenn, beispielsweise die Augenmuschel klebrig wurde, weil die Gummimischung nach 10 Jahren der Alterung klebrig wurde.


Schlagartig stieg auch die Anzahl erforderlicher Bauteil einer Amateurfilmkamera mit der Einführung der Tontechnik (Sound). Hierfür musste nochmals der Konstrukteur tief in die Zuliefererkiste fassen, um alle erforderlichen Elemente zu bekommen. Wenn allerdings die Leiterplatten voll bestück angeliefert wurden, erleichtere dies die Ersatzteilliste, doch erst mit dem Fortschreiten der Fertigungstechnik im elektronischen Bereich konnte hier die Montage mit weniger Einzelteilen erleichtert werden.


Bis jedoch eine Filmkamera tatsächlich in der OVP zum Versand bereit war, kamen noch einige Dinge hinzu, wie, Styropor-Kasten, bestehend aus 2 Hälften, ein ansprechender Verkaufskarton mit einer gewissen Anzahl von Etiketten und diverse Versiegelungsstreifen einschließlich ein Säckchen Feuchtigkeit aufnehmendes Trocknungsmittel. Alles Dinge, die letztlich zum fertigen Produkt zu zählen sind.


Manchmal überraschten auch die Hersteller mit einer Schmuckverpackung oder dem professionell wirkenden Alu-Koffer, der meist zur Kamera passend noch mit einem Kompendium bestückt, einer Sonnenblende und nicht selten mit einem Filter-Set bzw. einem Mikrofon, wenn es um eine Sound-Kamera ging, den Apparat aufwerten sollte.




Dieser Beitrag als Wochen Ticker unterliegt dem Copyright © vom sappam.



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Wochenticker Nr. 46

Beitrag Nr.: 09.11.2018      

Autor:       sappam Team, erstellt  am:   09. November 2018 - Mitteleuropäische Zeit - 09:20:42



Gibt es noch eine Zukunft für den Amateur der privaten Filme ?

Manchmal ist es für uns im Museum erschreckend, in welchem Zustand Schmalfilmkameras uns erreichen. Gemeint ist der gute bis sehr gute Zustand, auch wenn nicht immer die Originalverpackung (OVP) dabei ist.


Bemerkenswert ist auch die Feststellung, dass es nicht selten hochpreisige Apparate sind, die kaum Abnutzungserscheinungen zeigen. Dies kann darauf hindeuten, dass anspruchsvolle Filmkameras weniger genutzt wurden als jene, die im unteren oder im mittleren Preissegment auf den Markt kamen.


Natürlich liegt es auf der Hand, dass ein anspruchsvoller und somit teurer Apparat auch von seinem Besitzer etwas pfleglicher behandelt wurde, als der, der für eine paar DM (Deutsche Mark) eingekauft wurde.


Betrachtet man die Statistik der heutigen Angebote auf Schmalfilmkameras, lässt sich gut ablesen, in welchem Verhältnis die Kaufbereitschaft eines Hobbyfilmers verglichen mit einem engagierten Filmschaffenden, in der Zeit des Booms zwischen 1968 und 1976, standen.


Der Absatz von Filmkameras aus dem unteren Segment, also jenen Apparaten, die nur für wenig Geld erworben wuren um für Anfänger mit Entwicklungsambitionen zu dienen, hielten sich in bescheidenen Grenzen.


Diese Ausführungen boten gerade einmal die Möglichkeit einen Film problemlos zu belichten. Schon am Gewicht des Apparates konnte man festmachen, die Möglichkeiten der Technik hielt sich hier in Grenzen. Auch und weiteres Zubehör schien nicht erforderlich zu sein. Man drehte und ließ die Filme entwickeln. Auf der 3" Spule verbleibend wurden diese Aufnahmen einmal schnell vorgeführt. Das war es !

Der bewusste Einkauf einer Filmkamera stellte jedoch eine Investition in die Zukunft dar und wurde mit bedacht geplant und erst dann vollzogen. Beratungen im Fachgeschäft beflügelten den Wunsch, einen guten Film drehen zu können. Das eingeplante Budget durfte nur geringfügig überzogen werden.


Hier waren die Filmkameras des mittleren Preissegments gefragt. Reflex-Sucher und Zoom-Objektiv galt als der Standard. Bekannte Marken versprachen ein Qualitätsprodukt zu sein. Made in Japan, ein Siegel für technische Perfektion. Nun war nur noch der beste Fachhändler oder der renommierte Filialist Garant für ein vernünftiges Angebots.


Filmkamera, Sonnenblende, UV-Filter, Trageschlaufe, Bereitschaftstasche und 2 Filme, nicht zu vergessen ein Batterie-Block mit 4 AA-Zellen neben der Knofpzelle, waren, in der Regel die ersten Posten, die an der Kasse gezahlt wurden. Vielleicht war es der Kauf als Geschenk zu Weihnachten gedacht oder als die Maschine für Erinnerungen, die in den Ferien, dem Urlaub, Abenteuer und Erlebnisse einfangen sollte.


So ein Kauf bedeutete aber immer, eine weitreichendere Entscheidung zu treffen, denn mit der Filmkamera allein war es nicht getan. 2 Filme reichten gerade einmal für 7 Minuten, wenn nicht all zu viel herausgeschnitten werden musste. Ja, herausgeschnitten, das ist das Stichwort für weitere Anschaffungen, die der Schmalfilm einforderte, wollte man eine abendfüllende Vorführung zusammenstellen.


Hält man sich an solche Empfehlungen, besser gesagt, hat man diese ernstgenommen, wurde das Filmen schnell zu einem Genuss. Nach ein igen Versuchern und etwas Übung im Umgang mir der Filmkamera, gebührte nicht nur dem Kameramann ein Lob, nein, auch die Protagonisten eines Schmalfilms konnte die Bewunderung über ihr Schaffen vor der Linse voller Stolz entgegennehmen.


Was damals galt, gilt heute gleichermaßen, nur die Technik hat uns Erleichterung und Verbesserungen beschert. Da fällt auf, dass mit dem Filmmaterial - nun sind es kleinste 8 GB-SDHC-Speicherkarten - nicht mehr so sparsam umgegangen werden muss. Der Nachteil: Viele Szenen werden unüberlegt eingefangen. Wodurch der Gedanke sich aufdrängt, ca. 30 % aller digitalen Video-Clips müssen später verworfen werden. Einerseits, aufgrund ihrer Qualität, andererseits, weil die Szenen nicht die künstlerischen Forderungen des Kameramannes erfüllen können.


Es mag sein, dass bei guter Selektion, der nun in größerer Anzahl vorliegender Clips mehr Details herausgearbeitet werden können, aber die Arbeiten am Schneidetisch werden dadurch um ein Vielfaches schwerer. Daher können Vorplanung einer Produktion sinnvoll sein, soll das filmische Erlebnis einem ausgewählten Zuschauerkreis gewidmet sein.


Filmstreifen oder digitale Dateien machen diesbezüglich keine Ausnahme, wenn es um die Auswahl aussagekräftiger Szenen geht. Schnittprogramme für den PC, das Notebook oder den Laptop gibt es mittlerweile zu Preisen die verführen. Die Arbeit mit ihnen ist zwar um einiges schwerer, verglichen mit den PC-Arbeiten klassischer Schreibprogrammen oder Tabellenkalkulationen.


Doch Erfolge konnten die Hobbyfilmer nur dann einstreichen, wenn sie sich mit der Materie des Films und seiner Technik beschäftigt hatten. Dies dürfte auch für den heutigen Videofilmamateur zutreffen, wenn er sich der digitalen Technik bedient. Mehr noch, ohne Ton geht es nicht mehr. Dieses Schicksal, den O-Ton mit einfangen, kannten nur die eifrigsten Amateure unter den selbes ernannten Regisseuren des 8 mm Films.


Die meisten der heute eingefangenen Gelegenheit-Clips werden mit großer Wahrscheinlichkeit so schnell vergessen, wie sie entstanden sind. Bedeutsam wird es erst denn wenn, wie skurril diese auch immer sein mögen, von den Bilderen eine Aussage kommt. Aussage die berührt und deutlich machen kann, dass hier der Kameramann sich etwas gedacht, der Regisseur die Szene gesetzt hat und der Produzent die Story auf ganzer Linie bejaht.


So kann gutes Kino, auch im Zeitalter der digitalen Technik, von Amateuren geschaffen werden. Diese elektronische Technik macht es tatsächlich ohne großen materiellen Aufwand jedem - man muss nicht einmal Amateur sein - möglich, einen Film mit gehobenen Ansprüchen zu drehen.




Dieser Beitrag als Wochen Ticker unterliegt dem Copyright © vom sappam.



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Wochenticker Nr. 45

Beitrag Nr.: 02.11.2018      

Autor:       sappam Team, erstellt  am:   02. November 2018 - Mitteleuropäische Zeit - 08:53:44


Nach wie vor ist er beliebt, der sappam Tischkalender !


Die Akzeptanz unseres bisher 4-mal herausgebrachten Tischkalenders erwies sich als überwältigend. Die Auflagen der jeweiligen Jahrgänge waren für den Anfang dieser gelungenen Edition jedoch sehr bescheiden und trotzdem vermittelten monatlich die Bilder ein angenehmes Erscheinungsbild, in den Büros oder Hobbyräumen unserer Museumsfreunde. Insbesondere bei all jenen die dem sappam eine Spende im zuvor abgelaufenen Jahr überließen.


Die nun schon abgelaufenen Kalender vermochten so manchen Schmalfilmfreund eine Übersicht in 12 Bildern darüber geben, was die Welt den Hobbyfilmern an Schmalfilmapparaten geboten hat. So mancher Filmfreund bewahrte die Seiten auf, um seinem eigenen Katalog an Apparaten diese Bilder der Erinnerungen hinzuzufügen.


Auch in diesem Jahr beabsichtigen wir vom sappam die Herausgabe des Tischkalenders für 2019, wieder mit der Auswahl von Bildern, wie sie als Hingucker in 2018 auf dieser unserer Web-Seite zu sehen waren. Für jeden Monat des kommenden Jahres sollen die Apparate nochmals in Farbe aus einem Tischkalender der Größe 212 x 112 mm (B x H) strahlen.


Wie schon in den vorangegangen Jahren konnten wir auch allen Spender einer Schmalfilmkamera oder eines Schmalfilmprojektors, deren Apparate bis zum 30. Januar zugestellt wurden, einen dieser Kalender, als Dank ihres Vertrauens in unser Projekt, kostenlos zukommen lassen. Auch in diesem Jahr soll diese Aktion gelten, da wir wissen, viele Besitzer eines Schmalfilmapparates scheuen den Versand ihrer wohlgemeinten Spende weniger, wenn eine Erinnerung zurückbleibt.


Diese Erinnerung kann unser Tischkalender erfüllen, zumal er für mindestens 12 Monate dekorativ wirkt und damit die gute Tat in den Vordergrund rücken lässt. Das sappam hat hier eine außergewöhnliche Funktion, was das Sammeln betrifft, anzubieten. Neben der Aufbewahrung und Pflege der Apparate ermöglicht die Sammlung in ihrer Vielfalt, allen Internet-Nutzern, die Technik der bewegten Bilder, nicht nur aufzuzählen, nein, auch weitgehend mit Bilderstrecken anschaulich vorzuführen.


Im kommenden Jahr werden wir unser 10-jähriges Präsenzjubiläum im Internet feiern und dürfen schon heute feststellen, dass das sappam als virtuelles Museum für Schmalfilm-Apparate den umfangreichsten Katalog der Gattung Schmalfilmgeräte digital vorstellt, bebildert und beschreibt. Dabei helfen unseren Besuchern, die jeweiligen Link-Funktionen nach Apparate-Gruppen und Hersteller-Marken, an Ergebnisse schnell zu kommen.


Verschiedene Suchfunktionen für Detailabfragen im Katalog, im Archiv und in den B i l d e r g a l e r i en lassen es zu, unter den mehr als 1500 gelisteten Objekten aus dem Bestand, auch jedem Quereinsteiger, schnell und sicher seinen Traumapparat zu finden. Natürlich nur immer dann, wenn das sappam über das gesuchte Objekt bereits verfügt.


In den letzten Jahren kamen neben der B i l d e r g a l e r i e, die heute mehr als 580 Bilderstrecken aufweist, das Glossar und eine Übersicht der Neuzugänge hinzu. Zwischen 3 und 16 Bilder je Bilderstrecke sind die ausgewählten Objekte zu besichtigen. Das G l o s s a r bietet Erläuterungen zu Fachbegriffen aus der Filmtechnik. Ab 2011 sind Neuzugänge dem Jahrgang ihres Eintreffens zugeordnet und auffindbar. Gleiches gilt für eingegangene Spenden.


Besonderer Aufmerksamkeit genießt dass sappam wohl innerhalb der Schmalfilmerfamilie, mit dem 'Wochenticker'. Ein wöchentlich erscheinender redaktioneller Beitrag - der den ursprünglich erschienen 'Tagesticker' ablöste - zu Gegebenheiten und Überlegungen, die dem klassischen Schmalfilm zuzuordnen sind. Die Akzeptanz mag wohl auch daran liegen, dass einschlägige Beiträgen für Amateurfilmer in Magazinen, so gut wie eingestellt wurden. Auch hier bietet das sappam einiges mehr als andere Internetseiten.


Das sappam-Projekt erlaubt tatsächlich dem Internet-Surfer im Jahr 2018, mehr als 7000 unterschiedliche Seiten aufzurufen und dies mit einer Programmiertechnik - einer schon veralteten - die allen üblichen PC-Browsern genügt. Wichtig auch für die Senioren unter unseren Besuchern, die sich nicht immer mit den neusten Rechnern bestückten. Eine optimale Smartphone-Darstellung kann leider mit diesen Mitteln nicht erreicht werden. Der Anpassungsprozess, würde jedoch mit einem derartig hohen Aufwand verbunden sein. Eine Priorität dies zu ändern ist andererseits, wenn am Bedarf orientiert, zurzeit nicht erkennbar.


Der Tischkalender, um auf diesen zurückzukommen, kann ab sofort vorbestellt werden. Ein Bestellformular können wir derzeitig aufgrund der europäischen Datenschutzverordnung (DSGVO) noch nicht anbieten, doch es genügt eine E-Mail. Unser Kontakt-Link kann allerdings problemlos für eine Bestellung genutzt werden. Wir würden uns freuen, Sie als neuen Tischkalender-Freund registrieren zu dürfen.


Für Bestellungen, bis zum 01.12.2018, gelten folgende Konditionen - danach auf Anfrage.

    Je Tischkalender 2019: zum Selbstkostenpreis von Euro 5,00 zzgl. Versand Euro 1,45.
    Zahlung: Nach Auftragsbestätigung wird der Betrag - ohne Abzüge - fällig.
    Versand: nach erfolgter Zahlung, in der letzten Dezemberwoche bzw. in den ersten 2 Wochen des Jahres 2019.


Was bietet das sappam noch als einen interessanten Fan-Artikel an ? Nun, da gibt es einen sehr gut gelungen Kaffee-Pot mit dem sappam Logo. Diese Ausführung kann allerdings nur im Museum, vor Ort erworben werden, dies weil für diesen Artikel, die anfallenden Versandkosten überproportional zu den Kosten des Objekts stehen. Wer dennoch Interesse am Kaffee-Pot zeigt, dem könnten wir ausnahmsweise den Artikel zzgl. Versand anbieten. Auch hierzu reicht eine Interessensbekundung über unseren Kontakt-Link.




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Wochenticker Nr. 44

Beitrag Nr.: 01.11.2018      

Autor:       sappam Team, erstellt  am:   26. Oktober 2018 - Mitteleuropäische Zeit - 08:12:04



Der Trickfilm und die Möglichkeiten, die sich dem Amateur boten.


Die meisten Filmamateure drehten ihre Filme mit Apparaten, die nur wenige Tricks ermöglichten. Und doch sollte man hier unterscheiden, ob der Zeitlupenfilm bzw. der zeitgeraffte Film schon zu den Trickfilmen zählen kann. Wäre dem so, so hätten unzählige Filme Szenen, die mit einem Trick erstellt wurden.


Die technischen Einrichtungen für den gekonnten Trickfilm besaßen allerdings nur Apparate aus dem oberen Preissegment. Während die Einzelbildfotografie schon mit den ersten Schmalfilmapparaten möglich war, gelang es dem Kenner und Könner der Materie, mit maßloser Geduld und künstlerischer Begabung einen Trickfilm zu schaffen.


Trickfilme, wie wir sie nennen und verstehen, sind jene Streifen bei denen üblicherweise eine Reihenfolge handgemalter Bilder, die gezeigten Gegenstände und Figuren durch deren Bewegungen zum Leben erwachen. Dabei denken wir zuerst an 'Micky Maus', eine der bekanntesten Kunstfiguren, die von Walt Disney und Ub Iwerks geschaffen wurden und erstmals im Jahr 1928 in New York in einem Kino auf der Leinwand liefen.


Obwohl schon der erste Zeichentrickfilm im Jahr 1906 von J.Sturart Blackton geschaffen wurde, hat sich bis heute die Tricktechnik bei der Schaffung derartiger Filme kaum verändert. Mit Einzelbildern konnten auch die ersten Amateurfilmkameras bei entsprechenden Vorlagen und geeignetem Stative ein gekonnter Trickfilm hergestellt werden. Beliebt waren Filmtitel und Szenenerklärungen auf schwarzen Tafeln, die der Stummfilm immer so nötig hatte.


Der Zeichentrickfilm war auch oft das Mittel für den Filmvorspann. Einiges Zubehör benötigte der Amateur dazu. So eine Titelmechanik, wurde anfänglich oft vom Hobbyfilm, nach dem Vorbild der Hollywood-Studios, selbst gebaut. Beliebt waren die Schwenk-Titel für den Filmbeginn, die Rolltitel für die Schlussszene. Erst um 1950 kamen die ersten Titelgeräte auf den Markt, die tatsächlich von Amateuren eingesetzt wurden.


Nun bedurfte es aber auch technische Einrichtungen an der Filmkamera, um einen Trick schnell und sauber zu schaffen. Die künstlerischen Vorlagen bot nicht selten der Trend im großen Kino. Der Amateur ließ sich nicht selten davon anregen, um einen Filmtrick für seinem eigenen Film einzusetzen.


Der doppelte Lottchen-Effekt. Einer der beliebtesten Tricks wurde mit der Rückspuleinrichtung an einer Kamera möglich. Die Hauptfigur in einem Film trat für den Zuschauer auf einmal doppelt auf, ein typischer Effekt, den der Amateur durch eine zweimalige Belichtung erreichte. Hierfür musste in einem ersten Durchlauf, eine Hälfte der Filmbühne abgedeckt werden um im zweiten Durchlauf, bei zurückgewickelten Film und nun die zuvor offen gehaltene Filmbühnenhälfte abgedeckt werden, damit die Filmszene mit dem gleichen Darsteller in anderer Haltung auf seiner Bühne nochmals gefilmt werden kann.


Diese Tricktechnik setzte sehr viel Können beim Kameramann und dem Schauspieler voraus. Nicht zu vergessen: Auch das Bühnenbild musste entsprechend vorgerichtet werden, damit die Übergänge beider Halbbilder im Film nicht als störend empfunden werden.


Die sanfte Szeneneinblendung (Fade) gehörte eigentlich zum Standard anspruchsvoller Filmgestaltung. Daher hatten Amateurfilmkameras, ab der mittleren Preisklasse eine Aufblend/Abblend-Automatik, eine Einrichtung die als Vorläufer der Überblendtechnik eingestuft werden konnte.


Der Filmkassettenaufbau des Super 8 Formats verhinderte ein einfaches Zurückspulen des Films innerhalb der Kamera, was eine ÜberblendungTrickfilmen der Filmszene sehr erschwerte. Nur hochpreisige Apparate beherrschten die Möglichkeit, mit Knopfdruck eine Überblendung durchzuführen.


Die Tricktechnik Zeitraffer, also 1 bzw. 4 Bilder pro Sekunde über einen längeren Zeitraum zu belichten, um so leichte Bewegungen oder Veränderungen der Szenerie über einen längeren Zeitraum zu erreichen, war nicht selten der Höhepunkt eines Ansehbaren Films.


Dem stand entgegen, die Zeitlupe, eine Filmtechnik, bei der die Szene mit hoher Bildfrequenz erfasst und im Normalablauf vorgeführt wird. Die dadurch entstehenden Filmszenen zeigen im Detail den Ablauf von Bewegungen. Bei Sportveranstaltungen war diese Einsatzmöglichkeit, die in Englisch ausgesprochen als Slow Motion-Technik bekannt ist, sehr beliebt.


Mit der Einführung der Macro-Objektive entfiel der Einsatz von Nahlinsen. Nahlinsen wurden in erster Linie bei Aufnahmen aus der Miniaturwelt eingesetzt. Der Amateur versuchte mit Nahlinsen, die Insektenwelt zu erschließen. Vario-Objektive erlaubten dies nun ohne Nahlinse und konnten oftmals bis wenige Millimeter vor der Linse die Szenerie scharf abbilden. Dem Trickfilm kamen diese Objektiv zugute, denn Nahaufnahmen über dem Zeichentisch konnten nun auch schneller eingestellt werden.


Der Stummfilm als solcher, bot mehrere Möglichkeiten, den Betrachter zu überraschen, auch wenn die Filmapparate bei Weitem nicht an die Möglichkeiten der professionellen Maschinen herankamen. Und doch gab es immer wieder Bastler, die dem Trick im Film eine besondere Note gaben. Da sei nur an die Breitbandfilme gedacht, die mit Anamorphot gedreht, dem Cinemascope des großen Kinos nacheiferten.


Gelegentlich machten geschickte Hände einen selbst gebauten Stereovorsatz, der einen 3-D-Film schaffen ließ. Film, der mit der berühmten grün/roten Brille verblüffend plastisch erscheinende Bilder auf die Leinwand brachte. Ein Vergnügen, das leider nur mit hochkant projizierten Bildern dem Amateur vergönnt war. Der 8 mm breite Film war einfach zu schmal.


Die Schmalfilmkameras aus der Gruppe der XL-Ausführung, jene Apparate, die in der letzten Fase des Schmalfilmbooms angeboten wurden, machte das Kerzenlicht zum scheinbaren Trick im Film. Dem war aber nicht so. Vielmehr war es den Konstrukteuren der Kameras zu verdanken, dass die Belichtungszeiten länger wurden, weil die Objektive lichtstärker ausgelegt waren. Stimmungen bei Dunkelheit und im Mondschein wurden glaubwürdiger, als jene gedrehten Filmszenen mit geschlossener Blende bei Tageslicht, Szenen die eine Dämmerung nachahmen sollten.


Der Schmalfilm als Stummfilm gewann etwas an Dynamik - zweifellos - wenn der Ton mit Tricks hinterlegt wurde. Ob anfänglich, nur begleitet mit Ton von einer Schallplatte, einer Tonbandaufnahme oder als aufgezeichneter O-Ton war egal. Letzteres konnte mit einer Soundkamera und einem Film mit Magnetstreifen erreicht werden. Allerdings konnte so mancher Tonprojektor noch Toneffekte als Trick einblenden, was die Stimmung des Betrachters entsprechend beeinflusset.


Filmtricks, welcher Art auch immer, ermöglichten unerwartetes. Meist schon deshalb, weil die Erfahrung des Betrachters aus dem dargestellten Blickwinkel nicht möglich war, selbst bei den ungewöhnlichsten Gegebenheiten.


Heute überraschen uns schon die vom Amateur gedrehten Video-Clips, die eine der Spielzeugdrohne generieren kann. Mehr noch die Amateurszenen, die vom Hobby-Regisseur der Videotechnik mit einem Software-Schnittprogramm bearbeitet wurden, wo all die Möglichkeiten der klassischen Filmbearbeitung einschließlich aller heute bekannten Filmtricks nachgestellt werden können.


Man fragt sich nur: Wo sind denn die Grenzen der Möglichkeiten ? Und was kommt da noch ? Jeder kreative Trickfilm dürfte eine Bereicherung werden.




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Es wird darauf hingewiesen, dass die hier verwendeten Markennamen den jeweiligen Firmen als Eigentümer gehören, dies sind im Allgemeinen: Warenzeichen, Marken oder patentrechtlich geschützte Bezeichnungen.



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