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Archiv: Beiträge u. Berichte über Juli
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Dies sind Veröffentlichungen redigiert von unseren Autoren






Wochenticker Nr. 29

Beitrag Nr.: 15.07.2019      

Autor:       UN - Veröffentlicht  am:   08. Juli 2019 - Mitteleuropäische Zeit - 23:03:46




Ist der 'Bild für Bild' Film-Scanner eine ideale Lösung ?


Seit circa 2 Jahren wird von den Elektronikhändlern ein 'Bild für Bild' Film-Scanner angeboten, der Normal 8 bzw. Super 8 Schmalfilme digitalisieret. Das sappam hat so einen Scanner im Bestand, der unter mehreren Markennamen angeboten wird, aber immer die selbe Technik verbirlgt. Eine Beschreibung folgt hier:


In Deutschland, vertreibt Saturn online GmBH und die Firma Pearl Elektronik-Versandhandel, diesen in Japan hergestellten Scanner unter den Namen 'Reflecta' bzw. 'Somikon HD XL. In anderen Länderen, wie z. B. USA wird das Gerät unter anderem Namen angeboten. Das Gerät ist einfach zu bedienen, und lässt sich an jedem Ort, der einigermaßen staubfrei ist aufstellen. Seine Größe und sein Gewicht überrascht, packt man den Apparat aus. Und doch, die Benutzung ist äußerst einfach.


Lediglich das mitgelieferte Netzteil, was ja heute bei elektronischen Geräten üblich ist, muss mit einer häuslichen Steckdose verbunden werden. Die mitgelieferte Bedienungsanleitung (D) ist gut leserlich. Sie zu lesen erleichtert ein wenige die Funktionslogik des Apparates zu verstehen. Vor dem Gerätestart wäre noch ein Speichermedium - SD-Karte bis max. 32 GB - zu beschaffen, denn dieses Medium ist im Lieferumfang nicht enthalten.


Der aus Kunststoff gefertigte Kasten weißt einen kleinen TFT Farbmonitor auf, der mittig angeordnet ist und leicht schräg dem Bediener entgegenstrahlt. 5 Bedienungsknöpfe sogen für mögliche Einstellungen des Gerätes. Mehrfaches Drücken eines der Knöpfe, lässt im Monitor die Funktion und Einstellung erkennen. Einmal alles justiert, kann der Apparat mit diesen Werten öfters benutzt werden.


Link und rechts an der Gehäusewand befinden sich die Filmspulen-Aufnahmeachsen. Adapter ermöglichen, die beiden klassischen Filmformat-Spulen aufzustecken. Von links nach rechts wird der Film ablaufen, der, so empfehlen wir, auf alle Fälle vor dem Scannen von mögliche Staubpartikeln und Fusseln gereinigt werden sollte.


Mittig, im unteren Bereich des Apparates befindet sich eine kleine Konsole mit einer aufklappbaren Filmführung und einem mattierten Fenster, das der eingebauten Lichtquelle. Über dieser Einrichtung befindet sich das Kameraobjektiv des Scanners. Die genaue Fokussierung des Objektivs kann, sofern es die Werkseinstellung erforderlich macht, über einen der Bedienungsknöpfe nachgestellt werden. Gleiche gilt für die Bildzentrierung.


Legt man nun den zu scannenden Film in die Filmführung und in der Fortsetzung über die drei, rechts am Apparat, vorhandene Führungsrollen, auf die aufwickelnden Spule, kann das Gerät, nach entsprechender Wahl des Filmformats eingeschaltet werden. Der Scannprozess läuft automatisch an. Ein vertrautes Rattern stellt sich ein, als würde man einen Filmprojektor vor sich haben. Und tatsächlich so etwas haben wir vor uns.


Am, zugegeben, sehr kleinen Farbmonitor, lässt sich nun feststellen, welches Bild des Films eingescannt wird. Der Filmtransport ist, verglichen mit einem Filmprojektor sehr langsam, was der einzelnen Bildaufnahmetechnik geschuldet ist. Daher wird eine ca. 120 m langer Filmstreifen, in annähernd 3 1/2 Stunden vollständig bearbeitet. Das Ergebnis ist als MP4-Datei auf einem modernen TV-Gerät bzw. PC, Notebook oder Laptop abspielbar.


Das ein, wie beschreiben, eingescannter Tonfilme nur als Stummfilme erfasst wird, liegt an dem 'Bild für Bild' Scannverfahren. Die Magnetspur eines Tonfilms kann bei der einzeln erfassten Bildaufnahmen nicht berücksichtigt werden. Der fehlende Ton kann folglich nur noch mit einem alten Tonfilmprojektor abgespielt werden, sodass mit einem geeigneten Rekorder, eine digitalisierte Ton-Datei des Films angefertigt wird. Mittels eines Video-Schnittprogramms für PCs, können nun die beiden Dateien, Video (MP4) und Ton (MP3) zusammengefügt werden.


Die Qualität des Scanns ist verglichen mit den älteren Digitalisierungsverfahren mittels Objektiv und Digi.-Rekorder bzw. über einen Spiegelkasten mit Mattscheibe, im AVI-Format, um ein wesentliches besser. Die erreichte HD-Qualität kann sich sehen lassen. Schon deshalb, weil der technische Aufwand nicht mehr so groß erscheint, wie es die ersten Angebote zur Digitalisierung von Schmalfilmen glauben machten.


Inwieweit sich die private Beschaffung eines dieser Scanner loht, muss jeder Filmamateur für sich entscheiden. Doch wer es wagt, wird es nicht bereuen, auf diese schonenden Weise die alten Schätze auf einem modernen TV-Gerät aufflimmern zu sehen. Doch gehört letztlich noch ein wesentlicherer Arbeitsschritt dazu, um den Schmalfilm so zu betrachten wie er ursprünglich aufgenommen wurde.


Das 'Bild für Bild Scannverfahren' überträgt die Bildfolge im 1:1 Schritt, der aber entspricht nicht dem 18 bzw. 24 Bildablauf des Amateurfilms. HD-Videos, auch die der MP4-Dateien, werden üblicherweise mit 30 Bilder pro Sekunde erfasst. Daher laufen die Bilder bei der Vorführung zu schnell über den Bildschirm. Die Lösung: Mittels dem Videoschnittprogramm 'Movie Maker' von MS kann dieser Faktor auf 1:0,6 zurückgesetzt, womit die Ablaufgeschwindigkeit der digitalen Bilder auf die gewünschten ca. 18 Bilder pro Sekunde (B/s bzw. engl. fps) bei der Vorführung erreicht wird.


Auf diesen sappam-Seiten wurde bereits mehrmals das Thema 'Video-Digitalisierung' angesprochen. Wenn Sie mehr wissen wollen, suchen Sie in unserem Archiv mittels Stichwörter, und Sie finden die unterschiedlichsten Beträgen. Bei weiteren Fragen können Sie sich auch an uns direkt wenden.


Wir wünschen viel Erfolg !


UN     





Dieser Beitrag als Wochen Ticker unterliegt dem Copyright © vom sappam.



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Wochenticker Nr. 28

Beitrag Nr.: 08.07.2019      

Autor:       UN - Veröffentlicht  am:   08. Juli 2019 - Mitteleuropäische Zeit - 23:03:46




Was unterscheidet den Stummfilmprojektor vom Tonfilmprojektor?


Eigentlich ist dies eine einfach zu beantwortende Frage und doch sind, was die wesentlichen Details eines Filmprojektors betrifft, diese nicht immer bekannt.


Freilich wir jedermann sagen: Der Stummfilmprojektor bietet keinen Ton, außer dem ihm eigenen Rattern. Hingegen liefert der Tonfilmprojektor neben dem Film, ein zur Filmszene passende Untermalung mit Musik, Umweltgeräuschen oder Stimmen der auftretenden Darsteller.


Filmprojektoren, die Laufbilder vorführen, wurden schon Ende des Neunzehntenjahrhunderts als mechanische Maschine eingeführt. Dies Apparaturen bestanden in erster Linie aus einem Mechanismus, der in schneller Folge einzelne Lichtbilder, die auf einem Zelluloidstreifen, dem Film, festgehalten waren, vor eine Bühne stellt, um dort von einem Leuchtmittel durchleuchtet zu werden. Die Maschine bestimmte diesen wichtigen Takt, der sich zwischen 16 und 24 Mal in der Sekunde wiederholte.


Sinne des Wortes waren diese Apparate noch 'Stummfilmprojektoren'. Die technische Errungenschaft, mehrere Standbilder von einer Kamera hintereinander aufzunehmen und mit einem speziell entwickelten Projektor, diese Bilder in schneller Folge, vorzuführen, war neu und stand für den Anfang des Kinos. Die Gebrüder Lumiere erkannten früh die Magie der schnell hintereinander vorgeführten Fotografien und machten sie zu einem Erfolg in den USA.


Das bei diesen Darbietungen der Ton zum Geschehen auf der Leinwand noch fehlte, wurde anfänglich kompensiert durch eingeblendete Dialogtafeln oder entsprechender Mimik der beteiligten Protagonisten. Fortschrittliche Lichtspielhäuser der 1920er-Jahre ließen Musikkapellen vor der Leinwand aufspielen, um, nicht selten eigens komponierte Musikstücke, den Film mit Spannung zu untermalen.


Parallel zur Entwicklung der Tontechnik, kam auch der Wunsch auf, jeden Film mit Klang und Ton zu versehen. Der Lichtton, die Methode, den Filmstreifen direkt mit einem Tonkanal zu versehen, der 1921 von Berglund in Stockholm vorgeführt wurde, erwies sich für die 35 mm breiten Filmstreifen der Kinos, als ein geeignetes Verfahren. Zumal noch ausreichend Platz neben Perforation und Bildfläche vorhanden war.


Die Problematik, einen Tonfilm für Amateure zu schaffen, zeigte sich bei den ab 1929 eingeführten Schmalfilmen. Anfänglich bei den 9,5 mm breiten Filmstreifen mit mittig angelegter Perforation, und ab 1932, bei dem Normal 8 Format, ein Derivat der 16 mm breiten Filmstreifen, die die Normal 8 Kamera belichteten. Letztere Streifen wurden nach der Entwicklung halbiert, wodurch der 8 mm breite Film entstand.


Diese Filme konnten schon aufgrund ihrer Breite keine Lichttonspur aufnehmen, mangels Platz. Daher ergab sich zwangsläufig nur noch die Lösung ein Zweitgerät für den Ton neben der gleichzeitig aufnehmenden Filmkamera einzusetzen. Das Zweiband-System wurde erfunden. Natürlich erst zu jenen Zeiten, in denen die Tonbandmaschine für den Amateur erschwinglich wurde. Man schreib die 1950er-Jahre.


Filmprojektoren gelten als die 'Nähmaschinen' des Fotografen. Eine, um Grunde genommen, recht einfache mechanische Vorrichtung, die charakteristisch für das ihr typisches Rattern bekannt wurde. Verursacht wird das Rattern eines Projektors durch den Mechanismus des Filmtransports, mittels eines Greifers. Dieser soll den Film für Bruchteile von Sekunden vor eine Filmbühne bringen, wo das Bild kurzfristig stehen bleibt. Eine Umlaufblende zwischen Leuchtmittel und Film vor der Bühne gibt den Lichtstrahl frei, das Objektiv wirft dann das durchleuchtete Filmbild auf eine Leinwand.


Dieses Prinzip, der mechanischen Stummfilmprojektion, findet man bei allen Kinoformaten, vom Kinofilm mit 35 mm bis hin zum Schmalfilm von 16 und 8 mm breiten Filmen. Ganz anders stellte sich die Mechanik eines 8 mm Tonfilmprojektors dar. Ungeachtet der notwendigen Wiedergabetechnik erwies sich stets die Synchronisation der tonerzeugenden Geräte, der Tonbandgeräte, mit einem Projektor bei der Vorführung eines Films, als äußerst schwierig.


Zeil war es immer, den sogenannten lippensynchronen Ton zum Film zu erreichen. Damit dies möglich werden konnte, bedurfte es eines Zusammenschlusses beider Maschinen, was anfänglich mit mechanischen Elementen (flexible Achsen) versucht wurde. Denn Projektor und Tonbandmaschine zeigten unterschiedliche Ablaufgeschwindigkeiten, was zu Verschiebungen zwischen Ton und Film führte.


Wen konnte so ein Effekt befriedigen ? Wenn beispielsweise ein Hund der noch nicht im Bild ist, schon bellte, obwohl der Schauspieler noch immer seinen Dialog spricht. Niemand ! Mehr noch, diese Verschiebungen summierten sich im Laufe einer Vorführung und fielen immer unangenehmer auf, was letztlich unerträglich war.


Erste Verbesserungen gab es als die Tonimpulsteuerung zwischen Tonbandgerät (Stereogerät) und Projektor aufkam. Die dafür geeigneten Projektoren konnten nun besser gesteuert werden, um deren Geschwindigkeit annähernd an die des Tonbandgerätes anzupassen. Maßgebend war, die Veränderung des Projektorantriebes und die dazu gehörende Ansteuerung bzw. der eingesetzte Motortyp.


Den großen Sprung mussten die Hersteller von Amateurfilmprojektoren machen, als das Soundsystem von Kodak 1974 aufkam. Denn nun wurde ein komplettes Magnetton-Wiedergabegerät im Projektor erforderlich. Ganz nebenbei auch ein anspruchsvoller Gleichlaufmechanismus, was erhebliche höhere Ansprüche gegenüber dem Stummfilmprojektor stellte. Als Standard galten die 18 bzw. 24 B/s, beim Sound-Film.


Diese Vorgaben durften nur minimal abweichen, weil ein Gleichlauf des Tonsystems zur Bedingung machte, um das sogenannte Heulen zu vermeiden. Schließlich waren Tonspur (Magnetstreifen) und Bild auf dem Film fest verbunden. Jede Unregelmäßigkeit im Ablauf wäre sofort als 'flutter' wahrgenommen, einen verzerrten Ton.


Folglich kamen mechanisch anspruchsvollere Antriebe in den Projektoren zum Einsatz. Antriebe wie, die Tonwelle (Capstan), also Wellen die mit großen Schwungrädern verbunden, jede Unregelmäßigkeit der Umdrehungsgeschwindigkeit des gezahnten Soundantriebrades, ausgleichen können.


Auch Direktantriebe mit Synchronmotoren wurden angeboten. Varianten die sehr anspruchsvoll auf Alterung, insbesondere bei Verharzung der eingesetzten Schmiermittel in der Mechanik reagierten. Längere Standzeiten dieser Projektoren zeigte in der Folge gerne Unregelmäßigkeiten im Betrieb.


Die Kombination von klassischer Mechanik und Elektronik brachte dem Hobbyfilmer keine großen Vorteile, auch wenn die gut gemachten Filme nun lippensynchronen Ton hören ließen, bzw. zeigten. Der gesamte (Kosten) Aufwand der für einen Tonfilm getrieben werden musste, rechtfertigte sich nicht mehr, zumal schon die ersten Video-Geräte vor der Tür standen, bei denen der Ton neben dem Bild mit aufgezeichnet wurde.


Anfang der 1980er-Jahre war die Elektronik so weit entwickelt worden, dass eine Ablösung des Zelluloidfilms sichtbar wurde. Auch wenn es noch Jahre bei vielen Hobbyfilmern bedurfte, zu erkennen, dass der Video-Film, ob analog oder digital, die Zukunft sein wird.


UN     





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Wochenticker Nr. 27

Beitrag Nr.: 01.07.2019      

Autor:       UN - Veröffentlicht  am:   01. Juli 2019 - Mitteleuropäische Zeit - 23:22:01




Was stand dem Filmamateur zur Verfügung, in Sache Tonfilm ?


Emsige Amateure des Films trachteten immer das große Kino als Vorbild. folglich auch in Sache Tonfilm. Die ersten Tonfilme die in den frühen 1920er-Jahren aufkamen ersetzten alle vorherigen Versuche, mit Grammophone und Schallplatten eine Untermalung des Filmgeschehens mit Musik zu bekommen.


Mit der Einführung des 9,5 mm breiten Filmstreifen durch Pathe (F) und etwas später, dann 1932 von Kodak (USA), den 8 mm breiten Streifen, der als Normal 8 weltweit aufgenommen wurde, zeigte sich nochmals die Problematik der Anpassung, aus einem Stummfilm einen Tonfilm zu machen.


De facto mussten die Amateure alle Schritte, die das große Kino durchgemacht hat, um einen akzeptablen Tonfilm herzustellen, auf Neue wiederholen. Auch wenn mittlerweile 15 weitere Jahre ins Land gegangen sind. Da waren die Versuche nach dem II. Weltkrieg, mit Schallplatten genauso gefragt wie der Lichtton.


In den 1950er-Jahren lernte man, dass der Lichtton, so wie es technisch gelöst auf dem 35 mm Film-Material möglich wurde, auf dem 8 mm breiten Amateurfilmen mangels keinen Platz keine Chancen gab, sinnvoll mit weiteren Versuchen etwas zu erreichen. Abgesehen davon, dass die Aufnahmetechnik, die in einer Kamera integriert hätten werden müssen, zu komplex für den Amateur ausgefallen wäre.


Die Tonband-Maschinen zur Aufnahme von Ton und Klang waren Mitte der Fünfzigerjahre im Kommen, nachdem sich die Schallbändergeräte (Tefifon) nicht durchsetzten konnten. Die hohe Genauigkeit, mit der die Bandgeschwindigkeit eingehalten wurde, stand beim Versuch, eine Tonsynchronisation mit dem Film zu erhalten, im Widerspruch, denn Filmprojektoren genügten dieser Eigenart bei Weitem nicht.


Doch der Wille, auch dem Stummfilmamateur eine Lösung mit einer Tonbandmaschine als Tonaufzeichnungsgerät mit Magnetband anzubieten, beflügelte die Ingenieure. So kam der Tonkoppler als Steuerungsgerät für den vorzugebenden Takt auf, um die Projektionsgeschwindigkeit mit dem des Tonbandgerätes einigermaßen einhalten zu können. Es war zumindest ein Ansatz zur Synchronisation beider Apparate.


Dieses sogenannte Zweiband verfahren kam in verschiedenen Varianten auf den Markt. Die grundlegende Idee, bestand darin, den Antrieb des Projektors so zu regulieren, dass die Durchlaufgeschwindigkeit des Films dem des Tonbandes entsprach. Was nichts anders bedeutete, dass in gleichen Zeiteinheiten Film und Ton projiziert bzw. abgespielt werden.


Die ersten Lösungen, ob mechanisch verbunden oder elektrisch, konnten nur annähernd eine Synchronisation beider Maschinen erreichen, wobei die Ungleichheit schon durch die Kamera, bei der Filmaufnahme entstand, weil der erforderliche Gleichlauf kaum eingehalten wurde. Erst als die Stereotonbandmaschinen, also Tonbandgeräte mit zwei Aufnahmekanälen aufkamen, verbesserte sich das Zweibandverfahren. Nun war man in der Lage, von der Kamera aus, den zweiten Aufnahmekanäle des Tonbandgerätes für einen Pilotton zu nutzen, der bei der Projektion wiederum den Projektor per Ton-Impuls (1000 Hz) steuerte.


Diese Lösung kam ab 1969 auf; anfänglich mit einer 4-poligen Elektroverbindungen zwischen Kamera, Steuergerät und Tonbandmaschine, später mit dem 8-poligen Systemen, aus Japan. Die klassischen Tonbandgeräte waren dann, 1972, schon mehrheitlich bei den Amateuren durch Musik-Kassetten-Rekorder abgelöst worden. Sogar Projektoren (Noris) wurden mit einem fest verbundenen Kassetten-Gerät ausgestattet und so auf den Markt gebracht.


Es gab auch Spezialisten für die Steuerungen mittels Tonimpuls, wie beispielsweise Pötter, Gebuhr und andere. Diese Firmen boten umgebaute Markengeräte für Tonaufnahmen an, die eine tonsynchrone Projektion des 8 mm Films versprachen. Für diese Technik waren entsprechend vorgerichtete Kameras mit Impulsgeberanschluss sowie ein dazu passender Projektor erforderlich.


Ab 1974 bot Kodak eine nochmals optimierte Tonfilmlösung an, die darin bestand, den Film im Cartirdge schon mit einer Magnetspur zu versehen. Das bisher bekannte Super 8 Cartridge wurde somit etwas größer und erforderte im Gebrauch eine sogenannte - engl. Sound-Film-Camera - Tonfilmkamera. Der Film, der fest verbunden mit dem Tonaufnahmestreifen, ermöglichte damit die absolute Synchronisation von Bild und Ton.


Zwar musste der Filmamateur erst einmal eine Tonfilmkamera erwerben, um dieses Film-Material wirklich nutzen zu können, doch der Anfänger, der sich an diese Technik wagte, benötigte nun kein gesondertes Tonaufnahmegerät mehr, da die Sound-Kameras schon eine Ton-Aufnahmeeinrichtung besaßen.


Anspruchsvoller waren aber, sowohl was die Beschaffungskosten als auch die Mechanik und Elektronik betraf, die Soundprojektoren. Neben der Toneinrichtung war der Gleichlauf des Films ein wesentliches Kriterium, um mit 24 B/s oder 18 B/s den Tonfilm vorführen zu können. Es wurde der Ton mit einem Vorlauf von 18 Bilder auf dem Magnetband des Films aufgezeichnet, was beim Filmschnitt gelegentlich zu merkwürdigen Szeneübergängen führte.


Was aber der so geschaffene Tonfilm erreichte, war: die genaue Lippensynchronisation zum sogenannten O-Ton. Bild und Ton, zur gleichen Zeit aufgenommen wurden dadurch zum Dokument. Nachteil des Systems blieb, der hohen Kostenanteil für die Beschaffung des Film-Materials, was schließlich auch dazu führte, dass Kodak die Fertigung des Sound-Films nach wenigen Jahren einstellte.


Alle bekannten Filmkameras- und Projektorherstellern boten Apparate an, die einen regen Absatz fanden. Und doch sind schätzungsweise nicht mehr als 12 % alles Super 8 Amateurfilme mit diesem Ton-Systeme aufgenommen worden. Auch Fuji kam mit einer ähnlichen Lösung an, hier allerdings mit den hauseigenen Filmen, in Single 8 Kassetten.


Der Tonfilm war bei den Amateuren des Films immer ein Stiefkind und blieb es bis zuletzt. Merkwürdig erscheint es heute, wenn digitalisierte Stummfilme vorgeführt werden und uns der Ton dabei fehlt. Die wenigen Tonfilme, der späten 1970er-Jahre, versetzten uns folglich in Verwunderung, wenn der O-Ton von uns selber als Jugendliche oder der einer unsere Vorfahren nochmals erklingt.


UN     





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