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Archiv: Beiträge u. Berichte über November
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Dies sind Veröffentlichungen redigiert von unseren Autoren

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Tages Ticker

Beitrag Nr.: 30.11.2017      

Autor:       sappam Team, erstellt  am:   30. November 2017 - Mitteleuropäische Zeit - 07.12:51



Französische Schmalfilmkameras sind in Deutschland nicht so verbreitet gewesen.

Das war tatsächlich so, in der Zeit zwischen 1932 und 1946, obwohl die französische Firma Pathè weltweit agierte. Vermutlich lag das auch an den politischen Umständen, die hier nicht näher kommentiert werden müssen. Doch nach 1946 bekam auch der französische Markt wieder neuen Schwung und es konnten sich einige Hersteller gegen den aufkommenden japanischen Markt durchsetzten. Durchsetzen, schon deshalb, weil nicht nur in Frankreich, auch Deutschland von den asiatischen Schmalfilmkameras, mit ihrer ungewöhnlich hohen Qualität, überschwemmt wurde. In Frankreich hielten sich anfänglich die Firmen mit dem Markennamen Ercsam/Camex und bis spät in die Super 8 Ära hinein auch Beaulieu. Beide Hersteller boten hochwertige Schmalfilmkameras an. Hier half der französische Objektivhersteller Angenieux mit äußerst präzisen Objektiven. Legendär war die Serie K2, schon als Zoomobjektiv ausgelegt. Auch deutschen Hersteller wie Leitz mit der Leicina-Serie oder die liechtensteiner Carena Filmkameras setzten Angenieux-Objektive ein. Nach der Einführung des Super 8 Formats durch Kodak (USA), brachen weltweit viele Schmalfilmkamerahersteller ein, weil die neuen Fertigungslinien nicht zu finanzieren waren. Denn 1965 war durchaus nicht das Jahr großer Umsätze und schon gar nicht großer Gewinne. In Frankreich überlebte Beaulieu diese Zeit des Umbruchs und konnte mit der Filmkameraserie 4000, sowohl den Hobbyfilmer als auch den professionellen Filmemacher - Kameramann - überzeugen. Bis heute sind französische Schmalfilmkameras noch begehrte Apparate unter den Hobbyfilmern. Ganz abgesehen davon, dass nicht nur die 8 mm Beaulieu-Maschinen, noch hoch im Kurs stehen, nein auch aller 16-mm-Kameras.


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Tages Ticker

Beitrag Nr.: 29.11.2017      

Autor:       sappam Team, erstellt  am:   29. November 2017 - Mitteleuropäische Zeit - 09.02:31



Über die Einzelbildschaltung an Schmalfilmkameras.*

Schon in den Anfängen der Kinematografie experimentierte man mit Einzelbildern. Ja, es war sogar der Anfang der Kinematografie, denn als man erkannte, dass, wenn Einzelbilder in schneller Folge aufgenommen werden und bei deren Betrachtung mit einem Gerät - dem Projektor -, welches diese Einzelbilder in schneller Folge sichtbar macht, der visuelle Eindruck der Bewegung entsteht. So war das eigentliche Ziel, mit einer Filmkamera Einzelbilder in schneller Folge aufzunehmen. Mit der Zeit bildete sich allerdings eine Idee heraus, die des Zeitraffers, eine Aufnahmemethode, bei der in größeren Zeitabständen Einzelbildern aufgenommen, aber später mit der gut austarierten Frequenz von 16 bzw. 18 Bildern pro Sekunde vorgeführt werden. Damit konnte man die aufgehende Blüte, um ein klassisches Beispiel zu nennen, in Szene gesetzten. Mit einem Drahtauslöser versehen, waren auch anderen Zeitabständen die Einzelbilder machbar, allerdings wurde das Stativ ein unabdingbares Muss für den Erfolg. Später, als die elektromotorischen Super 8 Kameras aufkamen, konnten der Drahtauslöser durch eine elektrische Fernbedienung mit Kabelanschluss eingesetzt werden. Natürlich gab es auch geeignetes Zubehör, das den automatischen Zeitraffer ermöglichten. Dies waren Federwerk-Intervallschalter oder elektrische Geräte mit Batterien. Hochwertige Apparate verfügten gelegentlich über einen 'Timer', also einen in der Filmkamera verbauten Intervallschalter, mit dem die zeitlichen Aufnahmeabstände, unterschiedlich geregelt werden konnten. So z.B. 4 Bilder pro Sekunde (fps) oder nur ein einzelnes Bild je Sekunde. Auch Zeitabstände von Minute zu Minute waren durchaus möglich, was über den Tag hinweg 1440 Bilder ergab und somit einer Projektionszeit von insgesamt einer Minute und 20 Sekunden entspricht. Schmalfilmkameras, die einen Blitzlichtanschluss haben, konnten bei Einzelbildschaltung diesen Anschluss nutzen, um den nächtlichen Aufnahmen die entsprechende Beleuchtung zu geben. Der Film einer aufgehenden Kaktusblüte wurde daher nicht selten ein Erlebnis und für den Hobbyfilmer somit einer der großen Erfolge.

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*) dieser Beitrag ist eine Wiederholung vom 18.12.2015

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Tages Ticker

Beitrag Nr.: 28.11.2017      

Autor:       sappam Team, erstellt  am:   28. November 2017 - Mitteleuropäische Zeit - 08.42:19



Wie viel Zeit wendet man im sappam auf, um die Web-Seiten zu erstellen ? (Teil 2)

Die Möglichkeit, von jedem Datenblatt einen neutralen Ausdruck erstellen zu können, erlaubt so manchem Sammler eine einheitliche Dokumentation zusammenzustellen, bzw. mit den sappam-Daten eine solchen mit eigenen Kenntnissen zu ergänzen. Das sappam hat neben dem klassischen Katalog, noch andere Möglichkeiten geschaffen dem Hobbyfilmer, sofern er umfangreiche Erfahrungen besitzt, seine ganz persönlichen Kenntnisse und Erfahrungen kundzutun und in Form eines Berichtes auf den sappam-Sites zu veröffentlichen. Auch wir selber nutzen die verschienen Links - Abt. Redaktion - um unsere eigenen Berichte zu erstellen, bzw. die Daten der Objekte zu ergänzen. Natürlich werden nach Eingang solcher Berichte diese von unserer Redaktion nochmals überprüft und mit schon Bekanntem verglichen, außerdem werden Fachbegriffe und besondere Ausdrücke, manchmal auch nur deren Schreibweise, den sappam Usancen angepasst. Dieser Aufwand wird je Bericht, mit einer Stunde und einigen Minuten in unserem Büro festgehalten. Die Ergebnisse erweisen sich aber als positiv. Gleiches gilt für den redaktionellen Aufwand der Tages Tickers, der seit März 2013 fast täglich veröffentlich wurde. Der Tages Ticker brachte bisher Kurzbeiträge rund um die Amateurfilmwelt. Betrachtungen, Überlegungen und Gegebenheiten, die für den Anfänger des Hobbys manchmal so einiges, oft Unverhofftes, klar machte. Auch kamen Ansichten und Merkwürdiges aus der Hobbywelt des Amateurs zur Sprache. Mit über 1000 dieser Tages Ticker, erhielten wir auch so manche kritische Stimme. So wurde immer wieder ein fehlender Übersichtskatalog der Tages Tickers bemängelt. Auch wenn wir ab nächstem Jahr diese Reihe an Beiträgen nur noch einmal wöchentlich veröffentlichen werden, so liegt dies ausschließlich daran, dass auch hier der zeitliche Aufwand unverhältnismäßig groß zu den uns vorliegenden Gegebenheiten ist und in sofern, doch ein wenig eingedämmt werden muss.


--- Fortsetzung folgt ----

Der erste Beitrag dieser Reihe wurde am 24.11.2017 veröffentlicht.



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Tages Ticker

Beitrag Nr.: 27.11.2017      

Autor:       sappam Team, erstellt  am:   27. November 2017 - Mitteleuropäische Zeit - 08.53:09



Die erste Erfolgswelle der Schmalfilme für Amateure, in Normal 8.*

Um 1932 kamen in Deutschland die ersten 8 mm Schmalfilmkameras auf den Markt, die allerdings nur den Betuchten jener Zeit als Hobby dienten. In den darauf folgenden Jahren, bis 1936, dem Jahr der Olympischen Spiele in Berlin, sanken ein wenig die Preise, sowohl für Kameras als auch für Projektoren und Filme. Der deutsche Filmhersteller Agfa hatte anfangs 1936 auch schon Farbfilme im Sortiment, was das Hobby noch attraktiver machte. Zur gleichen Zeit wurden die ersten Schmalfilmkameras mit Objektiven für Farbfilme ausgeliefert. Agfa und Kodak, Letzteres ein US-amerikanisches Unternehmen, stellte in Berlin Schmalfilmkameras für den europäischen Markt her. Man nutzte die Gelegenheit der olympischen Sportveranstaltungen, um das Hobby Filmen einer breiteren Schicht in der Gesellschaft näher zu bringen. So entstanden doch ungewöhnlich viele Amateurfilme der einzelnen Sportveranstaltungen. Die Federwerke dieser Kameras konnten bis zu 30 Sekunden ohne erneutes Aufziehen den Film belichten. Auch die nun vereinheitlichte Filmrolle, genannt Normal 8 (Doppel 8) von 16 mm Breite, die nach ca. 1 3/4 Minute Belichtungszeit im ersten Durchlauf gewechselt werden musste, überzeugte, sodass in den folgenden Jahren der Olympiade der erste Boom des Schmalfilmes einsetzte. Natürlich waren die Zahlen noch nicht annähernd vergleichbar mit dem Erfolg, der sich dann ab 1970 ein zweites Mal einstellte. Dennoch kann gesagt werden, dass bis 1940 eine relativ große Anzahl an Amateurfilmen gedreht wurde, die dem Hobby sein Erfolg verdankt. Leider sind, durch die Kriegswirren ab 1941 sehr viele dieser Filmkameras und die damit eingefangenen Filmdokumente verloren gegangen.

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*) dieser Beitrag ist eine Wiederholung vom 23.08.2015

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Tages Ticker

Beitrag Nr.: 26.11.2017      

Autor:       sappam Team, erstellt  am:   26. November 2017 - Mitteleuropäische Zeit - 09.54:53



Manchmal möchte man auch schon in einer der Suchmaschinen ...

... das Modell eines Schmalfilmapparates eingeben. Geht das überhaupt und führt das zum Erfolg ? Nicht wenige Besucher des virtuellen Schmalfilm-Apparate-Museums erreichten uns über eine der 3 größten Suchmaschinen im Internet. Wir bezeichnen diese Besuchte 'Quereinsteiger', weil denen oft die Existenz unseres Museums unbekannt war. Unser Museum wird seit Jahren bei den Suchmaschinen unter dem vollen Namen Schmalfilm-Apparate-Museum gelistet. Da dieser sperrige Name kaum Anklang findet, kann auch mit dem viel weiter verbreiteten Akronym sappam ein positives Ergebnis erreicht werden. Als sehr erfolgreich zeigt sich, was schon durch seine Logik begründet, eine Suchabfrage durchzuführen, die mit dem vorausgestellten Begriff Museum beginnt. Jeder weitere dann folgende Fachbegriff, wie z. B. Schmalfilm, Filmkamera oder ähnliche naheliegende Begriffe, lassen ein positives Ergebnis zu. Denn Suchmaschinen durchforsten die Seiten eines Portals und nehmen die Stichworte oder Inhalte der einzelnen Seiten an. Dem zufolge kann auch, immer mit dem Begriff Museum voraus, ein Markenname oder ein Modell eines Apparates schon ausreichen, um auf die sappam-Seite zu stoßen, die das Objekt beschreibt bzw. bebildert. Der Begriff Museum in einer Suchanfrage vorauszustellen, bedeutet nichts anderes, als das die Ergebnisse direkt auf das Exponat der gelisteten Museen hinführt. Nur so können auch andere Angebote im Internet etwas zurückgedrängt werden, will man nicht die Flut aller Möglichkeiten angezeigt bekommen. Eine gezielte Anfrage bei Suchmaschinen, bei der der Begriff sappam durch Museum ersetzt wird, dürfte gleichermaßen erfolgreiche Ergebnisse bringen. Nur bliebe dies denjenigen vorbehalten, die das sappam schon aus vorherigen Besuchen kannten.

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Beitrag Nr.: 25.11.2017      

Autor:       sappam Team, erstellt  am:   25. November 2017 - Mitteleuropäische Zeit - 14.55:31



Zum 'Hingucker' dieser Woche. Ein sehr schön gestalteter Porst Projektor.

Schon kurz nach der Einführung des Super 8 Filmformats, im Jahr 1965 in Deutschland, bemühten sich die bekanntesten Foto-Filialisten, wie die Versandhäuser Neckermann und Quelle, sowie Photo Porst geeignete Projektoren für Super 8 auf den Markt zu bringen. Photo Porst hatte den eigenen Markennamen durch eine gute Reputation schon viel Erfolg mit japanischen Apparaten und brachte den aus Asien kommenden Projektor mit der Typenbezeichnung Convertible, als Dual-Projektor an den Kunden. So wurde es möglich Normal 8 Filme oder Super 8/Single 8 Streifen vorzuführen. Das leichte Gerät ist einfach zu handhaben und bot durch die bereits verbaute Halogenlampe ein helles Bild.

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Beitrag Nr.: 24.11.2017      

Autor:       sappam Team, erstellt  am:   24. November 2017 - Mitteleuropäische Zeit - 08.04:00



Wie viel Zeit wendet man im sappam auf, um die Web-Seiten zu erstellen ? (Teil 1)

Nachdem seit 2009 über viertausend Seiten entstanden sind, die ein Besucher aufrufen kann, dürfte dieser Museumsauftritt im Web, zweifelsfrei zu den umfangreichsten Präsentationen, die sich ausschließlich den kinematografischen Apparaten für Amateure widmet, gehören. Diese Web-Sites sind im Laufe der Jahre von anfänglich einigen 100 Seiten auf die jetzige Anzahl angestiegen, weil sich auch die Zahl der Objekte, die in den letzten Jahren vom Träger des Museums zusammengetragen wurden, nochmals erheblich erhöht hat. So sind u. a. die Neuzugänge der letzten 7 Jahre unter dem gleichnamigen Link in der Navigation schnell auffindbar, ja sogar nach den Monaten des Eingangs unterteilt gelistet. Zudem wurden immer mehr Neuzugänge, einschließlich die, die durch Spenden hinzukamen, mit aussagekräftigen Bildern dargestellt. So ergeben sich für jeden Neuzugang Aufgaben in nicht unerheblichem Umfang. Alle Objekte werden nach Eingang im sappam, einer generellen Überprüfung unterzogen und äußerlich gereinigt, um dann im Fotoatelier für die Aufnahmen einer Bilderstrecke bereitzustehen. Andererseits werden die technischen Daten, sofern vorhanden bzw. danach recherchiert, erfasst. Ein Platz im Lager festgelegt und für den Katalog des Museums als EDV-Daten eingegeben. Damit ergibt sich gleichzeitig die Web-Seite, die nur noch verlinkt werden muss, mit der ausschließlich für das Web programmierten B i l d e r - G a l e r i e. Im Durchschnitt wird je Objekt ein Zeitaufwand von 2 1/2 bis 3 Stunden angesetzt um einen Apparat vollständig zu präsentieren. Dann ergeben sich für den Besucher folgende Möglichkeiten, unter den vielen Apparaten, den gesuchten auch zu finden. Es führt zum Erfolg eine Reihenfolge einzuhalten, indem die Exponate-Gruppe in der Navigation, der Markename und die Objektbezeichnung angeklickt werden. Zudem stellt das sappam für jedes Objekt, eine, in sein Aufmachung neutral gehalten Seite, für den Ausdruck zur Verfügung, die manchem Besucher erwiesenermaßen sehr dienlich zu sein scheint.

--- Fortsetzung folgt ----


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Beitrag Nr.: 23.11.2017      

Autor:       sappam Team, erstellt  am:   23. November 2017 - Mitteleuropäische Zeit - 07.58:01



Warum wir keine Amateurfilme neben unseren Apparaten sammeln.

Ungeachtet der Mengen, die es gibt, stellen diese Filmstreifen, wenn man sie für längere Zeit erhalten möchte, große Ansprüche. Ansprüche, die sich insbesondere bei den Kosten der Lagerung ergeben. Der Film, ganz generell betrachtet, ist ein äußerst komplexes Gebilde, bestehend aus dem Trägermaterial und den aufgebrachten lichtempfindlichen Emulsionsschichten, welche durch den Belichtungsvorgang in der Kamera und der anschließenden Entwicklung zum eigentlichen Bild führt. Die chemischen Prozesse, die durch die Filmentwicklung einmal durchgeführt wurden, bleiben i. A. danach stabil, sind aber durchaus in der Langzeitwirkung empfindlich, wenn sie Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen ausgesetzt sind. Daher, so zeigt es die Erfahrung, sollten Filmstreifen in einer gleichmäßig temperierten Atmosphäre gelagert werden, die zudem eine gleichbleibende Feuchtigkeit aufweisen sollte. Diese beiden Bedingungen lassen sich am besten erreichen, indem Schmalfilme in Blechdosen und in einem ständig kühlgehaltenen Raum gelagert werden. Der Aufwand, um diese Bedingungen zu erfüllen und einzuhalten, ist in nicht unbedeutend und macht es daher schwierig eine qualitätserhaltende Lagerung sicherzustellen. Außerdem ist es nur mit einem Depot nicht getan. Hier müsste ein jeder Streifen vor der Lagerung gesichtet, und darüber, stichwortartig ein Bericht verfasst werden, um ein späteres Auffinden interessanter Passagen zu sichern. Selbst Historiker würden zukünftig kaum die Zeit aufbringen, stundenlang Filme anzusehen, deren Hintergrund keine Aussagen über ihr Entstehen zulässt. Wir vom sappam, bleiben vorerst dabei, keine Amateurschmalfilme zu sammeln, auch wenn es heute schon ein leichtes ist, die Amateurfilme zu digitalisieren und so zu historischen Dokumenten vorzubereiten.
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Beitrag Nr.: 22.11.2017      

Autor:       sappam Team, erstellt  am:   22. November 2017 - Mitteleuropäische Zeit - 07.56:44



Ist schon alles gesagt worden über die Schmalfilmtechnik für Amateure ?*

In den Zeiten des Schmalfilmbooms, von 1968 bis 1976 sind diverse Bücher und Broschüren auf den Markt gekommen, die sich mit dem Hobby Schmalfilm befassten. Es waren weitgehend Ratgeber, die dem Amateur Tipps vermittelten, wie ein Film zustande kommt oder wie die Technik funktioniert. Auch gab es monatliche Fachzeitschriften, wie 'Fotokino' oder das bekanntere Magazin Schmalfilm. Diese Veröffentlichungen ermöglichten dem Interessierten einiges zu erfahren, was andere ausprobiert haben. Erfahrungsberichte und Klubnachrichten waren sehr hilfreich. Bücher hingegen haben in der Regel ein statisches Wissen vermittelt und konnten den örtlichen Gegebenheiten nur selten entsprechen. Die Empfehlung zur erfolgreichen Zoom-Fahrt in der Landschaft fehlte in keinem Buch. Zoomfahrten, wie man sie machen sollte, wie sie wirkten und wo ihre Grenzen sind, bei der Gestaltung eines Films, wurden ausgiebig erläutert. Seltener fand man Tipps zur Aufmachung eines Drehbuches, die eigentliche Grundlage für jeden Film. Ob ein Stoff nun es wert war oder nicht, ein Drehbuch bleibt unerlässlich, wenn der Film Spannung und Interesse bei Zuschauer erzeugen soll. Die Mechanik, die zum Filmen eingesetzt wird, wurde in der Populärliteratur erklärt, ging aber nur so weit auf Details ein, die für den Laien verständlich blieben. Komplexe Vorgänge von Licht und Chemie, mechanische und optische Eigenschaften wurden seltener ausführlich, meist nur am Rande, behandelt. Bücher für den Hobbyfilmer jener Zeit waren oftmals nur erweiterte Bedienungsanleitungen der Kameras und Projektoren.


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*) dieser Beitrag ist eine Wiederholung vom 20.09.2017

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Tages Ticker

Beitrag Nr.: 21.11.2017      

Autor:       sappam Team, erstellt  am:   21. November 2017 - Mitteleuropäische Zeit - 08.22:42



Berücksichtigten die Amateurfilmer, die Regeln der Kinematografie ?

Kaum zu glauben, dass übliche Regeln der Kinomacher vom Amateur befolgt wurden oder gar diese überhaupt bekannt waren. Es gab für die Interessierteren unter den Hobbyfilmern Fachbücher im bescheidenen Format. Mehr oder wenig, Informationsmaterial, was denn hinter den Apparaten an Technik steckt und was man tunlichst bei Aufnahmen vermieden werden sollte. Aber auch diese Inhalte - Empfehlungen - jener Bücher machten den Hobbyfilmer noch nicht zu einem Regisseur, einem Kameramann oder einem Drehbuchautor. Geschweige denn zu einem Künstler. Die Mehrheit unter den Filmkamerabenutzern, hielten den Apparat nur hin, da wo es ihnen wichtig vorkam, das Ereignis festzuhalten. Eines hatten allerdings die Hobbyfilmer, was sie von heutigen Filmemachern unterscheidet. Sie gingen mit der Szeneauswahl etwas vorsichtiger um. Der Film war teuer in der Beschaffung und bot maximal 4 1/2 Minuten Aufnahmezeit je Filmkassette. Heute ist der Faktor Zeit für Filmszenen sekundär, denn die meisten Apparate lassen je nach Speichemedium durchaus stundenlange Aufnahmen zu. So mancher Hobbyfilmer besorgte sich eine zweite Filmkamera, um sich die Möglichkeit zu schaffen, eine Szene aus verschiedenen Blickwinkeln drehen zu können, was schon dem Profibereich sehr nah kam. Die Ergebnisse waren mitunter verblüffend. Doch der effektvollste Einsatz eines Hilfsgerätes wurde mit einem Stativ erreicht. Es sicherte den ruhigen Stand des Bildes, womit, oft zwar unverhofft, Filmszenen entstanden, die dem großen Kino sehr nahe kam. So galt letztlich dem Amateur das Stativ als der beste Helfer, wie es ja auch bei großen Filmproduktionen der Fall ist.


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Es wird darauf hingewiesen, dass die hier verwendeten Markennamen den jeweiligen Firmen als Eigentümer gehören, dies sind im Allgemeinen: Warenzeichen, Marken oder patentrechtlich geschützte Bezeichnungen.



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