Kommt in diesem Jahr eine Kamera für den Amateur auf den Gabentisch ?

Wohl weniger. Die heutigen Mobilgeräte, also die Handys, sind mit Kameras, vorne und hinten ausgerüstet, die, wenn man es als Nutzer nicht so genau nimmt, durchaus vernünftige Bilder schießen lässt und Video-Clips ermöglichen.

Da dem so ist, scheint es unwahrscheinlich, dass der klassische Fotomarkt zum Ende des Jahres 2018 einen Fotoapparat zum 'Renner de Jahres' gekürt wird. Auch die Hinweise auf eingebaute Kameras in den Smartphones mit 10 oder mehr Megapixel sind kaum mehr ein Grund zum bevorzugten Kauf, so wie es noch vor 2oder 3 Jahren der Fall war.

Der Markt der kleinen digitalen Camcorder, ist ebenfalls zusammengebrochen. Selbst Geräte die im Billigpreissegment angeboten wurden bleiben heute in den Regalen liegen.

Nur noch gelegentlich werden digitale Fotoapparate mit Videofunktion nachgefragt und wenn, dann mehrheitlich von angehenden Profis oder passionierten Fotografen.

Die Flut an Bildern, die heute in allen Gesellschaftskreisen zugänglich gworden sind, ist erdrückend und ermüdet die Betrachter schon bei der Ausicht eines neuen Angebots. Vorbei sind die Zeiten der außergewöhnlichen und daher sehenswerten Schnappschüsse.

Warum auch, sollte es noch attraktiv sein, was ein Amateur zu bieten hat? Die hohe Qualität der laufenden Bilder, die heute jedes Fernsehgerät mit digitalen Anschluss bietet, ist so verblüffend, dass jeder Versuch dem etwas entgegen zu setzten, spätestens nach 5 Minuten scheitern muss.

Was war es, was den Schmalfilm vor 80 oder etwa vor 40 Jahren so attraktiv machte ? Es war das Außergewöhnliche, das Bild, das nie zuvor gemacht wurde. Das Bild welches einmalig wirkt, ob gut oder schlecht. Schon allein die machbare Vergrößerung auf einer Leinwand verzauberte den Zuschauer. Die Farben und nicht zuletzt die Lebhaftigkeit ablaufender Bewegungen, die die Szenen zeigten waren sehenswert.

Der Amateur von damals, mit seiner Schmalfilmkamera wurde bewundert, denn der Abstand seines Könnens, zwischen einem professionellen Kinofilm und dem der privaten Filmaufnahmen, war so verkürzt worden, dass es als eine Gabe galt solche Bilder zu machen. Die Seltenheit der der Szenerie und deren außerordentliche Gelegenheit war der Schlüssel jener Erfolge.

Heute könnte höchstens noch die zufällig eingetretene Situation des ungewöhnlichen Bildes oder das einer Filmszene den Betrachter zum Staunen bringen.

Es sind heute die sogenannten Dash-Kameras, jene Video-Apparate die im Automobil befestigt werden, um den Verkehr zu beobachten, die letztlich noch als Lieferanten unerwarteter Video-Szenen angesehen sind. Besonders die, bei einer kritischen Verkehrssituation.

Etwas anspruchsvoller werden die Einsätze von Spielzeugdrohnen, die, wenn mit einer Kamera ausgerüstet immerhin einige Minuten verblüffende Filmszenen drehen. Filmszenen, die der Amateur von vor 40 Jahren nicht einmal wagte zu träumen. Da wundert es nicht, wenn solche Blickwinkel Bewunderung beim Zuschauer auslösen.

Zwar sind solchen Filmfahrten über dem eigenen Gelände, oder einem Straßenzug mit viel Verkehr, mit etwas Können in der Handhabung von Drohen erforderlich, doch gedreht in eigener Regie, bleiben unsere Augen vor solchen Bilderen stehen.

Die hochauflösende Bildqualität der digitalen Welt macht auch nicht im mikroskopischen Bereich halt. Schon 10 bis 12-jährige unter uns, bekommen Mikroskope an die Hand, die Bilder in HD-Qualität auf einem Monitor anzeigen. Für den Anfänger der Biologie oder der Chemie, mehr als ausreichend für Jugendlichen in diesem Alter.

Ein Smartphone mit einem Endoskop zu verbinden ist tatsächlich keine Hexerei mehr. Nur den geeigneten Einsatz zu finden stellt den Nutzer noch vor ein Problem. Vielleicht ist es nur der Wunsch, wie es im Inneren eins Benzinmotors aussieht, ohne das gleich das Gehäuse demontiert werden muss. Vielleicht aber auch für die Beobachtung von Tieren in freier Natur zu erkunden. Solche Bilder gelten heutzutage noch als beachtenswert, wenn sie von Amateuren kommen.

Was auf dem Gabentisch im Jahr 2018 liegen wird, bleibt aus unserer Sicht ungewiss. Dass es eine Filmkamera sein wird, die den Beschenkten zum Amateur der Video-Clips macht, wohl kaum.

Es könnte allerdings ein Tipp sein, der vielleicht das Interesse junger Leute von heute weckt. Youtube, mit den dort angebotenen Möglichkeiten einen Video-Film zu verbreite, wenn gedreht mit viel Fantasie, lässt immerhin grüßen.




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